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Bioplastics rücken in den Fokus der Baumschulen

Der Gartenbau biete zahlreiche Anwendungsgebiete für Produkte aus biologisch abbaubaren Werkstoffen, sagt die gleichnamige Forschungsgemeinschaft mit Sitz an der Universität Hannover. Die Gesellschaft für Kunststoffe im Landbau (GKL) widmete den Bioplastics einen Teil ihrer 35. Jahrestagung (4./5. Oktober, Geisenheim). Ein holländischer Beitrag konzentrierte sich hierbei auf die Baumschulen. Biologisch abbaubare Wurzelballenverpackung, Material zum Anbinden von Bäumen, Maxtape-Bindeband, Bodenabdeckung und Biotöpfe! Ton Baltissen von Abteilung Praktijkonderzoek Plant en Omgeving (PPO) der Universität Wageningen stellte diese Anwendungsgebiete in den Fokus. PPO hat zusammen mit der Firma Schrauwen Machinebouw aus Zundert und einer anderen Wageninger Abteilung - AFSD-WUR - ein neues Verpackungskonzept für Wurzelballen entwickelt. Zwischen Maschennetz und Ballen wird hierbei eine biologisch abbaubare Folie gelegt. Ein damit verpackter Wurzelballen verliert bei der Vermarktung keine Erde - im Gegensatz zu dem nur mit Netz zusammengehaltenen Ballen! Da sich die betreffende Folie zersetzt, kann sie beim Pflanzvorgang an dem Gehölz bleiben. Erste Praxistests mit dem neuen Material wurden dieses Jahr durchgeführt. "Ein Risiko ist das Weiterwachsen der Bäume bei späten Frühjahrspflanzungen" - räumte Baltissen ein. Bei Verwendung eines perforierten Materials könne die Pflanze leichter durchwurzeln, doch trete mehr Feuchteverlust auf. Weitere Details in der TASPO 41/06.