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Biotechnologie: Ein besseres Erdbeeraroma

Frisch und fruchtig sind sie zwar auch jetzt schon, trotzdem hat sich ein im März gestartetes Forschungsprojekt des Instituts für Umweltbiotechnologie der Technischen Universität Graz zum Ziel gesetzt, das Aroma von Erdbeeren noch zu verfeinern. Eine entscheidende Rolle für die Geschmacksentwicklung spielen eine Vielzahl winziger Mikroorganismen, die auf jeder Pflanze ständige Gäste sind. Biotechnologin Gabriele Berg, die Leiterin des Instituts, erklärt: „Je mehr natürliche Bakterien sich auf einer Pflanze ansiedeln, umso wohlschmeckender ist diese.“ Die Wissenschaftler nutzen ein Grundprinzip, nach dem bestimmte Bakterien einfache Kohlenstoff-Körper verstoffwechseln, somit als „Müllabfuhr“ für die Erdbeere wirken und gleichzeitig Wirkstoffe ausbilden, die wesentlich für das Aroma sind. Diese probiotischen Bakterien können sogar vor schädlichen Pilzen oder Schaderregern aus dem Boden schützen. Ziel ist, die natürlichen Wirkstoffe aufsprühen zu können oder über die Wurzel in die Pflanze zu bringen. Der Weg in den Wirt und die notwendige Dosis werden gerade erforscht. Das dreijährige, aus Mitteln der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG gestützte Projekt wickeln die Forscher in enger Kooperation mit der steirischen Grünewald Fruchtsaft GmbH ab.

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