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Blattläuse biologisch bekämpfen

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Bio ist auch in der Schädlingsbekämpfung gefragt. Gegen Blattläuse beispielsweise lassen sich die gefräßigen Larven der Florfliege (Chrysoperla carnea), die sogenannten Blattlauslöwen wirkungsvoll einsetzen. Bis zu 500 Blattläuse können die Nützlinge vor ihrer Verpuppung vertilgen und so befallene Pflanzen binnen kurzer Zeit von den Schädlingen befreien.

Die Florfliegenlarven vertilgen Unmengen von Blattläusen und anderen Schädlingen. Foto: Dr. Helmut Haardt

Florfliegenlarven verspeisen enorme Blattlausmengen

„Für mich sind Florfliegenlarven eine Art Feuerwehr. Einmal auf Blattläuse losgelassen, fressen sie auf der Stelle los und verspeisen in kürzester Zeit enorme Mengen der Schädlinge“, sagt Dr. Helmut Haardt, der beim schleswig-holsteinischen Unternehmen re-natur für die Züchtung und den Vertrieb von Nützlingen zuständig ist.

Besonders beliebt bei den Florfliegenlarven sind Blatt-, Schmier- und Schildläuse, die der Nützling mithilfe hohler Zangen packt und aussaugt. Aber auch Spinnmilben, Thripse und junge Raupen sind vor dem Blattlauslöwen nicht sicher.

Blattlauslöwen auch für Hobbygärtner geeignet

„Blattlauslöwen sind sehr gut für Hobbygärtner geeignet, weil sie alle Blattlausarten fressen und somit ohne eine exakte Bestimmung der Schädlinge eingesetzt werden können. Hierin unterscheiden sie sich von vielen anderen Nützlingen, die oft auf nur eine bestimmte Schädlingsart spezialisiert sind, was ihren Einsatz für Gärtner ohne entomologisches Fachwissen schwieriger macht“, so Haardt.

Von Vorteil ist außerdem, dass die Florfliegenlarven sowohl im Innen- als auch im Außenbereich ab einer Außentemperatur von etwa 10 Grad Celsius eingesetzt werden können. re-natur verkauft die Nützlinge in Kartonwaben, aus denen sie über von Blattläusen befallene Pflanzen gestreut werden. Erhältlich sind verschiedene Packungsgrößen, je nach Größe der befallenen Fläche.