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Blattschmuckstauden für winterliche Gefäße

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In den vergangenen Jahren war der Herbst oft lang und winterliche Temperaturen setzten erst spät ein. Viele Verbraucher wünschen sich auch in den trüben Wintermonaten eine attraktive Bepflanzung von Balkonen und Terrassen. Dadurch könnte sich für Pflanzen aus dem Herbstsortiment eine Absatzmöglichkeit ab Ende September ergeben.

LWG testet Herbstsortimente

Der Handel bietet viele winterharte Pflanzen an. Gilt diese Winterhärte auch bei einer Pflanzung in Gefäße und wie lange bleiben Herbstpflanzen bei Nässe, Kälte und Lichtmangel wirklich attraktiv? Die meisten der im Herbst angebotenen Freilandpflanzen sind zwar winterhart und treiben im Frühjahr frisch aus, aber nicht alle bleiben den ganzen Winter über ansehnlich.

Seit 2016 prüft die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) Veitshöchheim diese Sortimente auf ihre Gartenleistung in Gefäßen vom Herbst bis ins Frühjahr. Einen Schwerpunkt bildet dabei das „Winterzauber“-Sortiment von Kientzler, aber auch Arten und Sorten anderer Anbieter werden geprüft.

Gefäßpflanzung im September

Nach einer Anzucht im Gewächshaus beziehungsweise im Freiland wurden die Sorten Ende September in Lechuza-Cubico-Gefäße mit 40 Zentimeter Durchmesser gepflanzt. Danach wurden alle 14 Tage der Gesamteindruck und die Ausfälle bewertet sowie eine Fotodokumentation erstellt.

Im Winter 2016/2017 gab es in Veitshöchheim mehrere Kälteperioden mit Nachttemperaturen bis minus 14 Grad Celsius. Dagegen sanken die Temperaturen im milden Winter 2017/2018 bis Februar nur selten unter den Gefrierpunkt und die Herbstpflanzen blieben lange attraktiv. Erst der Frosteinbruch Ende Februar mit Temperaturen bis minus sieben Grad Celsius trennte die Spreu vom Weizen.

Gräser

Gräser sind ein wichtiger Teil des Herbstangebots. Im Test waren 25 niedrige Gräser, davon 13 Carex-Arten und -Sorten. Abgesehen von den nicht winterharten Carex brunnea zeigten ab März weitere Carex-Arten bleiche Halme oder wirkten vertrocknet.

Sowohl 2016 als auch 2017 überstand Carex hachijoensis ‘Eversheen’ (Kientzler) den Winter gut und zeigte nur von Kalenderwoche (KW) 10 bis 15 einige ausgeblichene Halme, die aber schnell überwachsen wurden. Bei Carex buchananii ‘Red Rooster’ (Kientzler) verdrehen sich die Halme zu zahlreichen „Löckchen“. Auch wenn die Halme in KW 15 ausgebleicht waren und abgestorben wirkten, machte das Gras in den Gefäßkombinationen noch eine gute Figur.

Festuca cinerea ‘Green Form’ (Kientzler) überzeugte nach 2016 auch 2017 mit seiner frischen grünen Farbe und dem überhängenden Wuchs. Die Sorte wies in KW 11 nur wenige gelbe Halmspitzen auf. Auch Festuca ‘Azurit’ (Kientzler) mit seinen blauen Halmen zeigte sich den ganzen Winter über form- und farbstabil.

Hebe

Die Hebe aus der Multicolor-Serie (Köder) wirken mit ihren leuchtenden Blattfarben je nach Winter sehr lange dekorativ. Nach Frost färbten sich die Blättchen schnell braun und die Pflanzen starben bis zum Frühjahr ab. Eine sehr gute Performance im Winter zeigten Hebe buxifolia und Hebe haastii (Köder), die ursprünglich aus dem alpinen Bereich Neuseelands stammen. Sie bildeten bis zum Versuchsende im Mai stabile grüne Polster. Auch Hebe pinguifolia ‘Silber’ (Köder) konnte mit ihrem graugrünen Laub überzeugen und blieb bis zum Versuchsende ansehnlich.

Getestet hat die LWG Veitshöchheim außerdem 20 Heuchera-Sorten, insgesamt 23 Sedum-Arten und -Sorten, zehn verschiedene Thymus-Arten und –Sorten sowie weitere Arten und Sorten, darunter Aubrieta ‘Dr. Mules Variegated’ (Florensis) und Euonymus fortunei ‘Emerald Gold’ (Volmary).

Wie diese im Vergleich abschnitten, lesen Sie im kompletten Beitrag „Blattschmuckstauden für den Winter in der aktuellen Gärtnerbörse 7-8/18.