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Blaulicht-Report: Gärtnerei komplett ausgebrannt

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Mehrere tausend Euro Sachschaden hinterlassen Einbrecher in zwei Gärtnereien in Mecklenburg-Vorpommern. In Ortenberg brennt in der Nacht zu Donnerstag eine Gärtnerei komplett aus. Und in Berlin-Charlottenburg erleidet eine Bio-Gärtnerei durch stinkende Abwasser-Brühe wirtschaftlichen Totalschaden.

Die Feuerwehr hatte es in den vergangenen Tagen unter anderem mit einem Gärtnerei-Brand im hessischen Ortenberg zu tun. Foto: Pixabay

Gärtnerei-Einbrüche in Mecklenburg-Vorpommern

Mehr Schaden als Beute – auf diese Formel lassen sich zwei Einbrüche in Gärtnereien in Mecklenburg-Vorpommern bringen. Mitte vergangener Woche verschafften sich Unbekannte zum einen gewaltsam Zugang in ein an der Gadebuscher Straße in Lützow gelegenes Blumengeschäft. Gestohlen wurde so gut wie nichts, der angerichtete Sachschaden summiert sich laut Polizei dagegen auf 2.000 Euro.

Im Nachbarort Gadebusch stiegen Einbrecher im gleichen Zeitraum in eine Gärtnerei ein, und auch hier hinterließen die Täter rund 1.000 Euro Sachschaden – was den Wert der Beute der zuständigen Kripo zufolge bei Weitem übersteigt.

Aufgrund der örtlichen Nähe und Ähnlichkeiten beim Tathergang, schließen die ermittelnden Beamten einen Zusammenhang zwischen den beiden Gärtnerei-Einbrüchen nicht aus.

Ortenberger Gärtnerei komplett ausgebrannt

Vermutlich aufgrund eines technischen Defekts an der Kühlanlage ist in der Nacht zu Donnerstag eine Gärtnerei im hessischen Ortenberg-Gelnhaar komplett ausgebrannt. Ein Jäger auf der Pirsch hatte die Feuerwehr alarmiert, nachdem er Brandgeruch wahrgenommen hatte. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand die zu einer sozialen Einrichtung gehörende Gärtnerei allerdings bereits in hellen Flammen.

Im Zuge der bis in die Morgenstunden andauernden Löscharbeiten konnte die Feuerwehr zwar verhindern, dass der Brand auf die angrenzenden Gebäude übergriff. Die Gärtnerei selbst brannte dennoch komplett nieder. Den dabei entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 170.000 Euro.

Bonsai aus Baumschule geklaut

Auf einen handveredelten Kiefer-Bonsai im Wert von 850 Euro hatten es Diebe in einer Baumschule im baden-württembergischen Heubach abgesehen. Wann die Unbekannten die rund 30 Kilo schwere Pflanze mitsamt Holztrog entwendeten, ist nicht genau bekannt – die Polizei geht von einer Tatzeit zwischen Sonntag und Mittwoch aus.

Bio-Gärtnerei in Berlin von Abwasser überflutet

Komplett überflutet wurde eine Bio-Gärtnerei in Berlin-Charlottenburg – mit einer Mischung aus Regen- und Abwasser. Ein Hektar Gemüseanbaufläche war aktuellen Medienberichten zufolge am 12. Juli von der stinkenden, unter anderem mit Fäkalien aus den umliegenden Haushalten versetzten Brühe überschwemmt. Die darauf kultivierten, zum Zeitpunkt der Überflutung erntereifen Zucchini, Tomaten und Kürbisse mussten deshalb komplett entsorgt werden.

Weil im inzwischen wieder trockengelegten Boden unter anderem Pflanzenschutz- und Desinfektionsmittel nachgewiesen wurden, wurde der Berliner Gärtnerei bereits ihr Bio-Zertifikat aberkannt – für mindestens drei Jahre. Der Geschäftsführer des Betriebs sprach deshalb gegenüber der Berliner Zeitung von einem „totalen Umsatz- und Wertschöpfungsausfall“ durch die Abwasserflut. Auf über eine Viertelmillion Euro wird der Gesamtschaden demnach geschätzt.

Über die genaue Ursache der Überflutung herrscht laut Medienberichten indes noch Uneinigkeit. Sicher ist, dass die Berliner Wasserbetriebe einen am Gärtnerhof gelegenen Kanal wegen Bauarbeiten als Notüberlauf genutzt hatten. Zur Diskussion steht derzeit noch, ob es an dem fraglichen Juli-Tag in Charlottenburg lediglich leichten Niederschlag oder Starkregen gegeben hat. Davon hängt letztlich ab, ob und wieviel des Schadens die Versicherung übernimmt.