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Blaulicht-Report: Kokain-Fund bei Aldi, Blumen-Klau vor Gericht

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In Weiden reißt ein Unbekannter hunderte Frühblüher aus den Beeten des Stadtparks. In einer baden-württembergischen Baumschule fallen Vandalen mehrere Bäume zum Opfer. Eine Düsseldorferin steht wegen angeblichen Orchideen-Diebstahls vor Gericht. Und Aldi-Mitarbeiter in Mecklenburg-Vorpommern finden hunderte Kilo Kokain in Bananenkisten.

Große Mengen Kokain bei Aldi, ein mutmaßlicher Orchideen-Diebstahl in Düsseldorf und hunderte herausgerissene Frühblüher in einem Weidener Stadtpark beschäftigten die Polizei unter anderem. Foto: Pixabay

Halbe Tonne Kokain bei Aldi gefunden

Rund eine halbe Tonne Kokain haben Aldi-Mitarbeiter in Mecklenburg-Vorpommern in der vergangenen Woche gefunden, als sie frisch aus Lateinamerika gelieferte Bananenkisten auspacken wollten. Medienberichten zufolge wurden die Drogenpäckchen im Logistikzentrum der Discounter-Kette in Jarmen sowie in sechs Rostocker Filialen von Aldi Nord entdeckt.

Es dürfte sich dabei um den größten Kokain-Fund handeln, den es dem zuständigen Landeskriminalamt zufolge jemals in Mecklenburg-Vorpommern gegeben hat. Den Wert des Rauschgifts schätzen Experten auf rund 25 Millionen Euro.

Hunderte Frühblüher aus frisch bepflanzten Beeten gerissen

Ein Bild der Verwüstung bot sich Spaziergängern vor wenigen Tagen im Stadtpark von Weiden. Auf den Wegen und Rasenflächen lagen hunderte Frühblüher samt Wurzelballen, darunter Stiefmütterchen, Hyazinthen und Narzissen, die ein unbekannter Täter offenbar in blinder Zerstörungswut aus den frisch bepflanzten Blumenbeeten gerissen hatte.

Was ihn dazu veranlasst haben könnte, ist laut Polizei derzeit noch völlig unklar. Vermutet wird allerdings, dass aufgrund der nahegelegenen Innenstadtkneipen ein Betrunkener für das „Weidener Blumenmassaker“ und den damit verbundenen Schaden von rund tausend Euro verantwortlich ist.

Glück im Unglück: Rund 500 Veilchen und 20 Narzissen waren erst am Vorabend der Tat eingepflanzt worden und hatten noch nicht gewurzelt, weshalb die städtischen Gärtner zumindest einen Teil der herausgerissenen Frühblüher retten und wieder einpflanzen konnten.

Cannabis in niederländischen Blumen versteckt

Gespickt mit insgesamt 141 Kilogramm Cannabis im Wert von rund 1,6 Millionen Euro war eine Ladung Schnittblumen aus den Niederlanden, die ins englische Cirencester geliefert wurde. Die Blumen sollten dabei vor allem den Geruch des Rauschmittels überdecken, wie es Medienberichten zufolge heißt.

Vor Gericht konnte der bereits wegen Tabakschmuggels vorbestrafte niederländische Fahrer des Transports allerdings glaubhaft versichern, dass er von dem Cannabis in seiner Blumenfracht keine Ahnung gehabt habe. Da diese verpackt gewesen sei wie immer, sei er vielmehr davon ausgegangen, wie schon in der Vergangenheit Tabak illegal zu befördern.

Weniger Glück hatte dagegen einer der Drogenkuriere, der rund ein Drittel des in den Blumen versteckten Cannabis‘ auf einem Parkplatz in Cirencester abholen wollte. Das Gericht verurteilte ihn zu zwei Jahren Gefängnis.

Baumschule Zielscheibe von Vandalen

Sachschaden in Höhe von mehreren tausend Euro haben Unbekannte in einer Baumschule im baden-württembergischen Engelsbrand angerichtet. Laut Polizeibericht wurden über einen Zeitraum von 14 Tagen insgesamt vier Bäume in dem Betrieb lädiert – teilweise wurden Äste abgebrochen oder die Stämme beschädigt.

Als Täter vermutet die Polizei feiernde Jugendliche, die sich im fraglichen Zeitraum in einer nahegelegenen Hütte aufhielten und angeblich auch über das Gelände der Baumschule gelaufen waren. Weitere Zeugenhinweise sollen jetzt Klarheit bringen.

Wirtin wegen Orchideen-Diebstahl vor Gericht

Hat sie, oder hat sie nicht bezahlt? Dieser Frage ging jetzt das Düsseldorfer Amtsgericht nach, vor dem sich eine örtliche Gastwirtin wegen des angeblichen Diebstahls von mehreren Orchideen auf dem Düsseldorfer Großmarkt verantworten musste.

Die 49-Jährige soll Medienberichten zufolge kurz nach Schließung der Stände bei einem Blumenhändler vorgefahren sein. Wie die Bilder der dort installierten Überwachungskamera gezeigt hätten, habe die Gastronomin fünf bis sechs der blühenden Zimmerpflanzen in ihr Auto geladen und sei dann wieder weggefahren.

Wie die Angeklagte vor Gericht beteuerte, habe sie die Orchideen bereits im Vorfeld bezahlt – 20 Euro pro Pflanze will sie einem Verkäufer gegeben und diesen gebeten haben, die Pflanzen stehen zu lassen, bis sie ihr Auto geholt habe. Dieser Darstellung allerdings widersprach der Blumenhändler.

Weil Aussage gegen Aussage stand, stellte das Düsseldorfer Amtsgericht das Verfahren schließlich wegen Geringfügigkeit ein und verurteilte die Gastwirtin zu 150 Euro Bußgeld.