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Blumengroßmärkte: Berlin will umziehen - muss Hamburg auch?

Zentrale Standorte mit breitem und tiefem Angebot sowie mit guter verkehrstechnischer Anbindung - das sind wesentliche Forderungen, denen sich heute Blumengroßmärkte in deutschen Metropolen stellen müssen. In Berlin hat dies dazu geführt, dass zum März 2010 der Standort von der Friedrichstraße in die Beusselstraße verlegt wird und eine neue Anbieterstruktur für den Blumengroßmarkt gefunden wurde. Für die bisherigen Anbieter auf dem Blumengroßmarkt hat die Umsiedlung zum neuen Standort weitreichende Folgen. Die bisher genossenschaftlich organisierten Großhändler und Erzeuger konnten bei der Berliner Großmarkt GmbH nur noch Einzelmietverträge abschließen, die bisherige Genossenschaft befindet sich in der Auflösung. Von den heute rund 23 Anbietern werden 14 mit in die Beusselstraße ziehen. Hauptsächlich aus dem Bereich Schnittblumen und Floristikbedarf, das Pflanzensegment wird zukünftig vor allem von Landgard bedient. In Hamburg ist spätestens durch ein im November veröffentlichtes Standpunktepapier der Handelskammer ebenfalls das Großmarktgelände in Hammerbrook in eine öffentliche Standortdiskussion geraten. Vom Großmarktgelände blickt man nämlich direkt auf die Hafen-City, und das Areal ist somit zumindest langfristig Teil der Stadtentwicklungsüberlegungen in der Hansestadt. Wie sehr, das zeigte jüngst eine Veröffentlichung des Magazins der Handelskammer Hamburg. Erläutert wurde dort ein Standpunkte-Papier der Kammer, in dem es um die geplante Erweiterung und Modernisierung der Universität Hamburg geht. Die liegt im Stadtteil Rotherbaum, nur einige sprichwörtliche Steinwürfe vom Großmarktgelände in Hammerbrook entfernt. Die stadtpolitische Fragestellung in Hamburg lautet: Ist bei zukünftig steigendem Raumbedarf der Universität der Standort Rotherbaum weiterhin geeignet? Oder bedarf es einer politischen Entscheidung für Neubauten - auf dem Großmarktgelände? Wie sich die Diskussion an beiden Standorten entwickelt, lesen Sie in einem Beitrag von Martin Hein in der TASPO 51/52 , der letzten TASPO im Jahr 2009.