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Schnittblumen: Preise um fast 30 Prozent gestiegen

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Die Preise für Schnittblumen lagen in der ersten Juli-Hälfte im Schnitt fast 30 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das geht aus dem aktuellen Monatsbericht der Royal FloraHolland hervor. Der enorme Preisanstieg sei bedingt durch die gute Nachfrage nach Schnittblumen, so das Unternehmen.

Bei Schnittblumen verzeichnete die Royal FloraHolland in der ersten Juli-Hälfte einen enormen Preisanstieg. Foto: Royal FloraHolland

Grund hierfür sei das eher mäßige Sommerwetter in den ersten beiden Juli-Wochen, was die Lust der Verbraucher auf Schnittblumen angekurbelt hätte. Entsprechend hat auch die verkaufte Menge um 27 Prozent angezogen, wie die Royal FloraHolland meldet.

Enormer Preisanstieg bei (fast) allen Schnittblumen

Der enorme Preisanstieg sei demnach über das gesamte Schnittblumen-Angebot zu verzeichnen gewesen. Lediglich bei Nelken und Cymbidien lagen die Preise „nur“ um sieben bis acht Prozent über dem Vorjahresniveau, so die Royal FloraHolland.

Die angelieferten Mengen waren dagegen im Schnitt etwa ein Prozent geringer als in der ersten Juli-Hälfte 2015 – Schnittrosen hinkten der niederländischen Vermarktungsorganisation zufolge sogar um drei Prozent hinter der zur Verfügung stehenden Vorjahresmenge hinterher. Aufgefangen wurde dies jedoch von Gerbera und Lilien, bei denen jeweils sieben Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum zur Verfügung standen.

Ungeachtet der guten Preisentwicklung ist der Umsatzanteil im Direktabsatz bei Schnittblumen um 1,4 Prozentpunkte auf 30,7 Prozent gesunken. Gerbera, Lilien und Freesien wurden hier am meisten verkauft. Bei Chrysanthemen und Rosen lag der Anteil leicht über dem Durchschnitt, während der Anteil von Hortensien, Zantedeschia und Sommerblumen eher gering war.

Zimmer- und Gartenpflanzen legen im Direktabsatz zu

Um etwa ein Prozent zugelegt haben im Direktabsatz dagegen Zimmer- und Gartenpflanzen – ihr Umsatzanteil lag bei 76,9 Prozent (Zimmerpflanzen) sowie 63,6 Prozent (Gartenpflanzen).

Der Preisanstieg bei Zimmerpflanzen ist im Vergleich zum Vorjahr eher gering ausgefallen. Lediglich drei Prozent höher lagen die Preise in den ersten beiden Juli-Wochen dieses Jahres – 1,60 Euro erzielten Zimmerpflanzen der Royal FloraHolland zufolge im Schnitt.

Phalaenopsis lagen sowohl bei den angelieferten Mengen als auch bei den durchschnittlichen Preisen in etwa auf dem Vorjahresniveau, während sich der Absatz von Kalanchoe und Topfrosen jeweils um elf Prozent gegenüber 2015 gesteigert habe.

Preise für Gartenpflanzen steigen – mit Ausnahme von Nelken – nur leicht

Bei Gartenpflanzen verbuchte die Royal FloraHolland einen Rückgang der angelieferten Mengen um zwölf Prozent, während die durchschnittlich erzielten Preise um zwei Prozent anstiegen. Eine Ausnahme in diesem Segment bilden Nelken, bei denen die durchschnittlich erzielten Preise um zwölf Prozent anstiegen und die angelieferten Mengen sogar um 14 Prozent höher lagen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.