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BMEL zeichnet Gewinner des Wettbewerbs „Land.Vielfalt.Leben.“ aus

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Im Rahmen des Aktionsprogramms Insektenschutz wurde vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) im vergangenen Jahr der Bundeswettbewerb „Land.Vielfalt.Leben.“ gestartet. Hintergrund des Wettbewerbs war es, insektenfreundliches Engagement sichtbar zu machen. Die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs wurden jetzt in einer virtuellen Preisverleihung gekürt.

Das BMEL zeichnete kürzlich die Gewinner des Bundeswettbewerbs "Land.Vielfalt.Leben." aus. Foto: NO NAME/ Pexels

Wettbewerb honoriert Engagement im Insektenschutz

Wie Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner immer wieder betont, sei der Schutz von Insekten und der Erhalt der Artenvielfalt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nur mit gemeinsamer Anstrengung bewältigt werden kann. Besonders in der Landwirtschaft ist man auf ein intaktes Insektenleben und Biodiversität angewiesen, da Insekten als Bestäuber von Pflanzen dienen und einige Arten in Deutschland nur vorkommen, weil Landschaften kultiviert werden. Mit dem Bundeswettbewerb „Land.Vielfalt.Leben.“ wolle das BMEL besonderes Engagement auf dem Gebiet des Insektenschutzes sichtbar machen und dieses auch monetär honorieren. Insgesamt wurden dieses Jahr sechs Gewinner ausgezeichnet, die Preisgelder in Höhe von jeweils 5.000 Euro erhalten. Den Preis erhalten Betriebe und Kooperationen, die mit erfolgreichen und zukunftsweisenden Maßnahmen zum Insektenschutz beitragen. „Unsere Bauern sind Partner, wenn es um den Schutz und den Erhalt biologischer Vielfalt geht. Viele setzen sich seit Jahren für den Insektenschutz ein – mit vorbildlichen Aktivitäten. Dieses Engagement machen wir mit unserem Wettbewerb sichtbar und würdigen es“, sagte Klöckner im Rahmen der Preisverleihung.

Kategorie landwirtschaftliche Einzelbetriebe

  • Frankenwaldhof – Ökolandbau Obersteben in Bad Steben, Bayern: Der Betrieb baut auf 250 Hektar Acker- und Grünland alte Getreidesorten an und fördert Ackerwildkräuter. Auf dem Grünland entstehen artenreiche Wiesen, die nicht vor Juli gemäht werden. Es bleiben zudem Streifen bestehen, die Insekten Lebensraum bieten.
  • Obstparadies Geng in Staufen, Baden-Württemberg: Hier wird Obstanbau ohne Pflanzenschutzmittel betrieben und die Insektenvielfalt durch Nisthilfen, Hecken und einen naturnahen Teich gefördert. Dieser ganzheitliche Ansatz vereinbart Landwirtschaft und Insektenschutz. Obst und Obstprodukte vermarktet der Betrieb im Hofladen.
  • Warnke-Agrar-GmbH – Land für morgen in Tangerhütte, Sachsen-Anhalt: Hier wird mit einer zehnjährigen Fruchtfolge, vielfältigen Zwischenfrüchten und Blühstreifen, die Nahrungsangebote für Insekten schaffen gearbeitet. Zudem pflanzt der Betrieb Hecken und Streuobstwiesen, um die Flächen vor Winderosion zu schützen und Insekten Rückzugsorte zu bieten.

Kategorie „Kooperationen“

  • BiogasBlühfelder Rhön-Grabfeld, Bayern: In dem Projekt werden auf 120 Hektar Blühpflanzen für die Biogaserzeugung angebaut. Die mehrjährige Wildpflanzenmischung ist eine Alternative zu Mais. Sie besteht aus 30 Wild- und Kulturpflanzen, die Insekten eine Nahrungsquelle bietet.
  • Biotopverbund Leipzig, Sachsen: Hier kooperieren Landwirtschaft, Industrie und Naturschutz zur Schaffung von Lebensraum für Insekten. Auf 250 Hektar Fläche werden Maßnahmen wie Blühflächen, Nistkästen, Heckenpflanzungen und Umweltbildung umgesetzt. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf den landwirtschaftlichen Flächen wird mit der beteiligten Imkerei koordiniert.
  • Blühpatenprojekt Damnatz, Niedersachsen: In diesem Projekt werden Blühflächen auf Äckern durch Patenschaften finanziert. Es handelt sich um Blühmischungen mehrjähriger, gebietsheimischer Wildblumen.
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