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BMU arbeitet an nationaler Wasserstrategie

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Der zwei Jahre währende nationale Wasserdialog wurde laut Bundesumweltministerium (BMU) kürzlich abgeschlossen. Demnach werde im kommenden Jahr eine nationale Wasserstrategie vorgestellt, in der eine Wasserhierarchie bei genereller Knappheit geregelt werden solle. Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) weist auf eine faire Gestaltung hin und betont den gestiegenen Bedarf der gärtnerischen Produktion.  

Das BMU will im komenden Sommer die nationale Wasserstrategie mit expliziten Handlungsempfehlungen vorstellen. Foto: feraugustodesign / Pixabay

Zwei Jahre intensiver Austausch im nationalen Wasserdialog

Das Bundesumweltministerium (BMU) hat nach zwei Jahren intensiver Beratungen den nationalen Wasserdialog abgeschlossen. Im Austausch mit Fachleuten der Wasserwirtschaft, Verwaltung und Forschung habe man sich intensiv mit der Wasserwirtschaft der Zukunft beschäftigt und wolle nun umfassende Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Wasser in die nationale Wasserstrategie einfließen lassen, die im kommenden Jahr im Sommer vorgestellt werden solle. „Ein wichtiges Element ist die Festlegung von Grundsätzen für eine Priorisierung von Wassernutzung, eine Wasserhierarchie. Denn sie hilft Nutzerinnen und Nutzern, sich frühzeitig auf den möglichen Ernstfall einzustellen. Natürlich werden Entscheidungen, wer bei Knappheit Vorrang hat, letztlich immer vor Ort getroffen. Aber sie sollten sich an gemeinsamen Spielregeln orientieren - auch damit es am Ende kein Gegeneinander unterschiedlicher lokaler Interessen gibt, sondern ein möglichst großes Miteinander. Ebenso große Herausforderungen sind die Schadstoffbelastungen der Gewässer, die Erhaltung der Funktionsfähigkeit der Wasserökosysteme und die Sicherung der Daseinsvorsorge. Der Nationale Wasserdialog hat die aktuellen und absehbaren Herausforderungen so gründlich wie nie zuvor analysiert. Die Ergebnisse sind eine gute Grundlage für die erste nationale Wasserstrategie, die wir im Bundesumweltministerium ab heute erarbeiten werden“, erklärt Bundesumweltministerin Svenja Schulze.

ZVG begrüßt die Strategie des BMU

Diese von Schulze erwähnten gemeinsamen Spielregeln treffen beim Zentralverband Gartenbau (ZVG) auf offene Ohren, denn man begrüße diesen Weg, heißt es in einer Meldung des Verbandes. Allerdings mahnt der ZVG gleichzeitig, dass hierbei alle Interessengruppen frühzeitig mit einbezogen werden sollen. „Drohenden Nutzungskonkurrenzen und -konflikten um Wasser muss angesichts der häufiger auftretenden Dürreperioden frühzeitig, flexibel und unter Beteiligung aller Interessengruppen begegnet werden“, betont ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer. Im Obst- und Gemüsebau führte die Trockenheit in diesem Sommer beispielsweise erneut zu gestiegenen Kosten durch die Bewässerung der Kulturen. Rund 80 Prozent der Obst- und Gemüseflächen können und müssen bewässert werden.

Sicherung der gartenbaulichen Produktion berücksichtigen

Regionale Konzepte für Maßnahmen der Klimaanpassung und für die Festlegung von Nutzungsprioritäten von Grund- und Oberflächengewässern seien daher zwingend erforderlich. Hier seien die zuständigen Behörden gefragt, solche Konzepte zu erarbeiten. Die Sicherung der regionalen Ernährung und gartenbaulichen Produktion müsse laut ZVG dringend ausreichend berücksichtigt werden. Klimawandelbedingt steige der Bedarf an Bewässerung für die intensiven Kulturen. Zudem müsse ebenfalls an eine Erstellung von Wasserspeichern, die Installation moderner Förder- und Bewässerungstechnik sowie eine noch bedarfsgerechtere Bewässerungssteuerung bedacht werden.

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