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Brandenburg fördert Waldverjüngung und Löschbrunnen

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Aktuell zeigt sich das Bundesland Brandenburg sehr bemüht um die Verjüngung seiner Wälder und fördert diese aktiv. Es stehen Fördermittel in Höhe von 20 Millionen Euro zur Verfügung, was schlussendlich bedeutet, dass bis zu 30 Millionen Pflanzen neu gesetzt werden können. Zudem fördert das Land aufgrund der mit der Hitzewelle einhergehenden Waldbrandgefahr Löschwasser-Entnahmestellen.

Der Wald in Brandenburg wird kontinuierlich verjüngt. Foto: ebenart/ Fotolia

Der Wald ist in Brandenburg seit Ewigkeiten der grüne Reichtum seiner Bewohnerinnen und Bewohner. 37 Prozent der Fläche Brandenburgs sind bewaldet, was 1,1 Millionen Hektar entspricht. Noch größer ist der Anteil im Süden des Bundeslandes, wo der Waldanteil gar 43 Prozent der Fläche beträgt. Diese Wälder sind in verschiedene Besitzverhältnisse aufgeteilt, wobei der größte Anteil mit 670.000 Hektar an private Waldbesitzer geht (etwa 100.00). 270.000 Hektar werden treuhändisch durch den Landesbetrieb Forst Brandenburg bewirtschaftet, der auch für viele sonstige behördliche Aufgaben zuständig ist und so beispielsweise auch Ansprechpartner für die Förderprogramme des Landes ist.

Kontinuierliche Waldverjüngung mit neuen Pflanzen

In seiner stetigen Waldverjüngung wurden in den vergangenen Jahrzehnten in Brandenburg bereits 85.000 Hektar Wald umgebaut. Laut Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft wurden bereits 510 Millionen Pflanzen neu gesetzt. Im trockenen Jahr 2018 betrug der Umbau der Wälder insgesamt 2.020 Hektar, was einer Summe von 12 Millionen Pflanzen entspreche.

Zusammenarbeit von Waldbesitzern und Jägerschaft

Durch die große Fläche an Wald und den besonders trockenen Sommer, ist die Region Brandenburg auch für Waldbrände besonders anfällig. Daher kündigte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner zusätzliche Mittel für Pflanzungen in betroffenen Regionen an. Eine wirksame Ergänzung zum bereits bestehenden Verjüngungsgeschehen. Allerdings nimmt das Land hier nicht nur Waldbesitzer in die Pflicht, sondern fordert einen Schulterschluss mit der Jägerschaft, um der natürlichen Verjüngung des Waldes ausreichend Raum zu geben. Waldbauliche Aktivitäten sollen durch jagdliches Engagement unterstützt werden, um gezielt und nahhaltig Erfolg zu bringen.

Brandenburg verlängert die Antragsfrist zur Förderung von Löschwasser-Entnahmestellen

2019 sind in Brandenburg bereits 1.200 Hektar Wald durch Brand betroffen, was ähnliche Ausmaße annimmt wie im vergangenen Jahr. Ein Defizit an Niederschlägen lässt die Gefahr auch weiterhin nicht abnehmen, was das Land Brandenburg dazu veranlasste, die Antragsfrist zur Förderung von Löschwasser-Entnahmestellen und Wegeinstandsetzung bis zum 16. September 2019 zu verlängern. Dabei liegen die Hoffnungen auf dem Neubau von Löschbrunnen, sowie der Verbesserung der Qualität der bereits vorhandenen Wasserentnahmestellen, als auch auf dem Ausbau der Infrastruktur in Brandenburgs Wäldern. Laut Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft nehmen diese Maßnahmen eine immer größere Bedeutung ein, um die Waldbrandgefahr zukünftig besser eindämmen zu können.

Waldbesitzer können sich die Antragsunterlagen hier herunterladen.