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Brandenburg sagt Ambrosia den Kampf an

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Brandenburg will den Ambrosia-Pflanzen zu Leibe rücken und so den Befall deutlich verringern. Dazu hat heute mit Martin Hoffmann der Ambrosia-Koordinator des Landes seine Arbeit aufgenommen.

Ambrosia-Pollen können starke Allergien auslösen. Foto: Pixabay

Ambrosia-Bekämpfung begleiten und koordinieren

Der studierte Diplom-Agraringenieur soll im Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung künftig als Ansprechpartner für alle Fragen rund um die invasive und zum Teil starke Allergien auslösende Pflanzenart bereit stehen, informiert das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg. Zu seinen Hauptaufgaben gehört es demnach, die Maßnahmen zur Ambrosia-Bekämpfung zu begleiten und zu koordinieren.

Darüber hinaus soll Hoffmann alle Beteiligten zusammenführen und Bevölkerung, Landwirte, Landkreise und Gemeinden in den Schwerpunktgebieten beraten. Falls neue Befallsorte auftreten, soll der Ambrosia-Koordinator die Betroffenen bei den erforderlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der invasiven Pflanzenart unterstützen, um deren weitere Ausbreitung zu verhindern.

Dazu gehört unter anderem:

  • Ermittlung der aktuellen Verbreitungssituation von Ambrosia und Kartierung der Befallsstandorte
  • Zusammenführung der von unterschiedlichen Stellen/Behörden erhobenen Daten in einer Datenbank
  • Aufbau einer engen Kooperation unter allen am Projekt Beteiligten
  • Koordinierung der Befallsermittlung mit den Rechtsträgern der Fläche
  • Ermittlung der Entwicklung und Verbreitung von Ambrosia in Abhängigkeit von der Flächennutzung
  • Erarbeitung und Praxiseinführung von Bekämpfungsstrategien zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung im Land Brandenburg
  • Länder- und ressortübergreifende Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Erarbeitung von Konzepten zur Umsetzung von Bekämpfungs- oder Eindämmungsmaßnahmen

Ambrosia kann starke Allergien auslösen

Gefürchtet ist die Beifuß-Ambrosie aufgrund des besonderen gesundheitlichen Risikos, das von ihr ausgeht. Der Pollen von Ambrosia artemisiifolia kann starke Allergien auslösen, die Beschwerden reichen dabei von heuschnupfenähnlichen Symptomen bis hin zu Asthma und können bis in den Winter hinein auftreten.

In Brandenburg – insbesondere in den südlichen Landesteilen – hat sich die invasive Pflanzenart inzwischen auf landwirtschaftlichen Nutzflächen, Kippenflächen und Straßenrändern etabliert. Bereits im März 2009 haben sich deshalb Vertreter aus den Bereichen umweltbezogener Gesundheitsdienst, Arbeitsschutz, Pflanzenschutz, Landwirtschaft, Naturschutz, Verbraucherschutz, Ordnung und Sicherheit, Straßenbau- und Straßenpflege im Brandenburger Arbeitskreis Ambrosia zusammengefunden.

Aufgabe des Arbeitskreises – dem sich auch der Städte- und Gemeindebund sowie der Landkreistag Brandenburg angeschlossen haben – ist, das Aktionsprogramm zur Ambrosia-Bekämpfung für Brandenburg zu erarbeiten.