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Brandenburger Baumschule bepflanzt St. Petersburger Sommergarten

Heute wird in St. Petersburg feierlich der traditionsreiche Sommergarten wiedereröffnet. Als Gäste haben sich unter anderem der russische Präsident Wladimir Putin und Stefan Lorberg, Geschäftsführer der Baumschule Lorberg, angekündigt. Der Betrieb mit Hauptsitz im brandenburgischen Tremmen hat mit der Pflanzung von mehr als 18.000 Gehölzen an der Restaurierung der russischen Parkanlage mitgewirkt. 

Als exklusiver Lieferant aller Pflanzen für den Sommergarten, der Anfang des 18. Jahrhunderts von Peter dem Großen angelegt wurde, hat Lorberg gefällte Bäume, Büsche und Hecken ausgetauscht. Knapp 12.000 Heckenelemente aus Winterlinde, viele davon zwei bis drei Meter hoch, wurden in Tremmen über Jahre auf ihre Größen vorgezogen. Aneinandergereiht ergeben sie fast vier Kilometer Grün. Die Baumschule Lorberg lieferte außerdem 178 Torbögen aus Linde und diverse große Bäume, Sträucher und Kletterpflanzen in die zweitgrößte Stadt Russlands.

Vier Jahre hat die Wiederherstellung des St. Petersburger Sommergartens gedauert, der ein Jahr vor dem 400. Thronjubiläum der Zarenfamilie Romanow ab heute wieder für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Das Gartendenkmal vermittelt nach seiner Restauration ein nostalgisches Bild aus längst vergangenen Zarenzeiten mit romantischen Wegen, Labyrinthen aus hohen Hecken, begrünten Seen und großen Schatten spendenden Bäumen. „Ein Projekt in einer solchen Größenordnung ist eine ganz besondere Herausforderung“, sagt Stefan Lorberg „Aber bei der Rekonstruktion einer der traditionsreichsten Parkanlagen Russlands mitzuwirken, war uns eine große Ehre.“

Mit rund 100 Mitarbeitern produziert und verkauft die 1843 in Berlin gegründete Baumschule Lorberg Gehölze an vier Standorten in Deutschland. In den Jahren 1996 bis 1997 wurde der Hauptsitz an den Standort Tremmen nahe Berlin verlagert. Es folgten Niederlassungen in Kleinziethen (2003) und Baden-Baden (2007) sowie die partnerschaftliche Kooperation mit der Königlichen Gartenakademie Berlin (seit 2008). (ts)