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Brandenburgs größtes Bio-Gewächshaus eröffnet

Auf die große Nachfrage nach Brandenburger Bio-Gemüse hat Demeter-Landwirt Sascha Philipp vom Landgut Pretschen reagiert: Für 4,4 Millionen Euro baute er auf seinem Hof im Unterspreewald ein zwei Hektar großes Gewächshaus, um den regionalen Naturkosthandel zu jeder Jahreszeit mit frischen Salaten, Tomaten und Gurken beliefern zu können. Das meldet die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) in ihrem Internetauftritt. Bio-Produkte aus der Region seien in der Region gefragt wie nie, heißt es. Und doch klage der regionale Fachhandel seit Jahren über das unzureichende Angebot, vor allem fehle es an heimischem Bio-Obst und Bio-Gemüse. 

Deshalb hat Sascha Philipp, Geschäftsführer des Landgutes Pretschen, kräftig investiert. Das Land Brandenburg bezuschusste den Bau von Brandenburgs größtem Bio-Gewächshaus mit 877.000 Euro. Das Demeter-Gemüse aus dem neuen Gewächshaus ist ausschließlich für den regionalen Markt bestimmt. Besonderen Wert legt Sascha Philipp bei seinem Gemüse auf die Sortenwahl. „Bei den Tomaten plane ich beispielsweise den Anbau der samenfesten Sorte ‘Ruthje’, da sie geschmacklich hervorragend ist“, wird Philipp zitiert. „Der Ertrag steht dann an zweiter Stelle, die Qualität ist uns wichtiger“, erklärt er.


Doch nicht nur die Kunden profitieren vom neuen Gewächshaus. Durch die Investition entstehen auch neue Arbeitsplätze im ländlichen Raum: Mit 15 neuen Mitarbeitern erhöht sich die Anzahl der Beschäftigten auf dem Landgut Pretschen auf 40. Philipp hofft, mit dem Bau seines Gewächshauses Impulse für weitere Investitionen zu setzen. Denn seiner Einschätzung nach kann der Bedarf des regionalen Fachhandels auch mit der neuen Unter-Glas-Produktion noch nicht gedeckt werden.

Die nächste Neuerung in seinem Betrieb ist schon geplant: Demnächst will Sascha Philipp den Besuchern des Landgutes Pretschen eine gläserne Produktion und damit direkte Einblicke in die biologisch-dynamische Erzeugung bieten. (föl)