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Braunschweig pflanzt 47 Klimabäume

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Im niedersächsischen Braunschweig wurden in der Uhlandstraße kürzlich 47 Klimabäume gepflanzt. Damit reagiert die Stadtverwaltung auf den Anfang des Jahres bekannt gewordenen Pilzbefalls von 45 Wildbirnen in der Straße und deren anschließende Fällung.

In der Braunschweiger Uhlandstraße wurden 47 Klimabäume gepflanzt. Foto: Sven Weschnowsky

Straßenbaumbestand in der Uhlandstraße erkrankt

In der niedersächsischen Stadt Braunschweig wurden im Januar insgesamt 45 chinesische Wildbirnen gefällt. Vorausgegangen war deren Untersuchung, bei der ein starker Pilzbefall mit dem „Birnengitterrost“ festgestellt worden war. Ursprünglich seien die Wildbirnen vor 15 Jahren im Zuge einer Sanierung der zuvor baumlosen Uhlandstraße gepflanzt worden. Bei gesunden Bedingungen entwickeln diese kleinwüchsigen Bäume eine schmale bis kegelförmige Krone und werden bis zu zwölf Meter hoch. Durch den Befall der Bäume durch den schädlichen Pilz und unter Einfluss des Klimawandels und der Trockenperioden der Jahre 2018 und 2019, sowie des vergangenen Jahres waren die Wildbirnen derart geschwächt, dass sie in ihrem Wachstum stagnierten. Zu einem großen Teil bildeten sich sogar die Kronen zurück, bis hin zum kompletten Absterben der Bäume. Eine Revitalisierung der Wildbirnen sei laut Stadt Braunschweig nicht möglich gewesen.

Neupflanzung von Blumeneschen und Eisenholzbäumen

Zu Beginn des Jahres wurden aus diesen Gründen sämtliche Wildbirnen in der Uhlandstraße gefällt. Doch anstatt zum ursprünglichen Straßenbild zurückzukehren und die Straße baumlos zu belassen, hat man jetzt insgesamt 47 „Klimabäume“ gepflanzt. Dabei handele es sich im Einzelnen um 23 Blumeneschen der Sorte „Louis Lady“ sowie 24 Eisenholzbäume der Sorte „Vanessa“, die allesamt eine weitaus höhere Resistenz gegenüber Trockenheit auszeichnet.

Bäume dienen als Nahrungsquelle für Bienen

Nach Abschluss der Anwachsphase dienen die jetzt gepflanzten Bäume zudem auch Bienen als Nahrungsquelle. Als Verwandter der Zaubernuss erscheinen beim Eisenholzbaum die Blüten, die den Bienen Nahrung bieten, lange vor den Blättern. Bereits im März stellt der Baum seine Nahrungsquelle bereit. Die Blumeneschen hingegen bilden ihre cremeweißen Blütenrispen erst im Mai aus. Neben den Bäumen werde als Unterpflanzung zudem Bodendeckerrosen in die Baumbeete gesetzt. Bis zum Abschluss der Anwachsphase und dann bis Oktober 2023 erhalten die Bäume eine Entwicklungspflege und werden regelmäßig bewässert. Die Stadt ruft auch die Anwohner dazu auf, die Bäume in ihrer Entwicklung mit der Bewässerung zu unterstützen.

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