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Brexit schlecht für Digitalwirtschaft?

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Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder geht davon aus, dass der Brexit für die Digitalwirtschaft mit deutlichen Umsatzeinbußen verbunden sein könnte.Am Donnerstag stimmen die Briten über einen möglichen Ausstieg aus der EU ab.

Großbritannien ist einer der wichtigen Handelspartner Deutschlands in der Digitalwirtschaft. Der Brexit könnte die Handelsbeziehungen deutlich erschweren. Foto: vchalup Fotolia

Brexit: Großbritannien wichtiger Handelspartner für digitale Produkte

Wie der Digitalverband Bitkom berichtet, hat Deutschland im vergangenen Jahr ITK-Produkte und Unterhaltungselektronik im Wert von 2,9 Milliarden Euro nach Großbritannien geliefert. Überhaupt zähle das Vereinigte Königreich zu den zehn wichtigen Handelspartnern der Bundesrepublik.

„Großbritannien ist für Deutschland seit Jahren eines der wichtigsten Exportländer für IT- und Telekommunikationsprodukte und ein bedeutender Handelspartner. Sollte es wirklich zu einem Brexit kommen, hängt alles davon ab, wie die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Ländern danach vertraglich geregelt werden, etwa was den freien Austausch von Waren und Dienstleistungen angeht“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Jedes Hemmnis für einen freien Austausch von Waren birgt die Gefahr, dass es auch zu Umsatzverlusten bei deutschen Anbietern kommt.“

Digitalwirtschaft: Mittelstand und Start-Ups mit Problemen

Schon heute hätten es europäische Digitalunternehmen und vor allem Mittelständler und Start-ups schwer, angesichts von mehr als zwei Dutzend verschiedener nationaler Gesetzgebungen auf Augenhöhe mit ihren Mitbewerbern aus den USA oder China zu bleiben. „Wir brauchen einen echten europäischen Binnenmarkt. Gerade die Digitalbranche kann und muss den nationalen Fliehkräften etwas entgegensetzen“, so Rohleder.