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Bruns bekommt Niedersächsischen Staatspreis

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Er ist Geschäftsführer einer der größten Baumschulen Europas, Präsident der European Nurserystock Association (ENA) und jetzt auch Träger des Niedersächsischen Staatspreises: Jan-Dieter Bruns, der „geradezu idealtypisch den grünen Familienunternehmer des nach wie vor agrarisch geprägten Flächenlandes Niedersachsen“ verkörpert.

Jan-Dieter Bruns (2. v. r.) und seine Frau Maria mit Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (l.) und dem Direktor der Herrenhäuser Gärten, Ronald Clark, im Galeriegebäude Herrenhausen, wo am 1. November die feierliche Vergabe des Niedersächsischen Staatspreises stattfand. Foto: Bruns

Baumschule seit 28 Jahren in Bruns‘ Hand

Mit diesen Worten begründete die Jury die hohe Auszeichnung für den gebürtigen Oldenburger, der seit 28 Jahren das in Bad Zwischenahn ansässige Familienunternehmen Bruns Pflanzen in vierter Generation leitet.

Unter Bruns‘ Ägide habe sich „die traditionsreiche Baumschule zu einem international agierenden großen Player entwickelt“, so das Preisgericht über den „Züchter und Gestalter anspruchsvoller Gartenbau-Projekte in aller Welt“. Rund 700 Hektar umfasst die 1876 gegründete Baumschule im Ammerland und gehört damit zu den größten Betrieben Europas.

Unternehmer und Verbandspräsident

Wichtiger Pfeiler des Traditionsunternehmens ist das Exportgeschäft, dem Bruns als Geschäftsführer nach eigener Aussage von Beginn an einen großen Stellenwert eingeräumt hatte. Damit erwirtschafte die Baumschule, die für ihre Solitärpflanzen sowie Großbäume mit einer Wuchshöhe von bis zu 14 Metern bekannt ist, über 40 Prozent des Gesamtumsatzes.

Darüber hinaus setzt sich der „engagierte Netzwerker und Förderer von Kunst und Kultur im Ammerland“ (O-Ton Jury) seit vielen Jahren auf Verbandsebene für Branche und Berufsstand ein – im Bund deutscher Baumschulen, dessen Vizepräsident Bruns acht Jahre lang war, sowie aktuell als Präsident des europäischen Baumschul-Dachverbands ENA.

International engagiert und heimatverbunden

Dass er bei allem internationalen Engagement heimatverbunden geblieben ist, demonstriert der diplomierte Gartenbau-Ingenieur unter anderem, indem er regelmäßig Interessierte aus aller Welt in seinen Rhododendronpark nach Gristede einlädt.

Für Aufmerksamkeit sorgen auch die von Bruns organisierten Rhododendron-Taufen mit den Ehefrauen des jeweils amtierenden Bundespräsidenten als Patinnen – zuletzt mit Elke Büdenbender, die im Mai dieses Jahres im Schloss von Park Bellevue die Neuheit ‘Merit’ taufte.

Staatspreis in niedersächsischer Landeshauptstadt vergeben

Den Niedersächsischen Staatspreis erhielt der 66-Jährige gestern Abend im Galeriegebäude Herrenhausen in Hannover im Beisein von rund 300 geladenen Gästen aus den Händen von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil. Weiterer Preisträger in diesem Jahr ist der Journalist und ehemalige Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust.