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Downloads: Minierfraß in kreuzblütigen Gemüsearten

Zurzeit sind, vor allen an den Kohl-Jungpflanzen, vermehrt Platzminen zu finden, die durch den Minierfraß der Rapsminierfliegenlarven verursacht werden. Die Rapsminierfliege (Scaptomyza flava) ist gewöhnlich mit vier Generationen von Ende März bis Oktober auf den Gemüseflächen zu finden. Im Frühjahr hat sie ihren ersten Höhepunkt Anfang Mai. 

Vor allem Kohlpflanzen können von Rapsminierfliegenlarven befallen sein. Foto: lohner63/Fotolia

Minierfraß kann gesamtes Blatt erfassen

Die Blattminen befinden sich immer entlang der Blattadern. Von da aus erfolgt ein breiter Minierfraß der das gesamte Blatt erfassen kann. Befallen werden anfangs vor allem die bodennahen älteren Blätter. Bei den Kohlarten werden die Blattkohle und der Kohlrabi bevorzugt.

Die sehr früh auftretende Rapsminierfliege ist anfänglich hauptsächlich auf den Rapsflächen zu finden und siedelt von dort dann ab Ende April auf die Gemüseflächen über. Die gelblichroten Fliegen legen bis zu 400 Eier blattunterseits ab. Die daraus schlüpfenden Larven minieren blattoberseits.

Zur Verpuppung wandern die Larven in den Kopf oder in den Boden. Die Entwicklung bis zum adulten Insekt dauert im günstigsten Fall nur 14 Tage.

Minierfraß kann zum Absterben der Blätter führen

Durch die sehr breit ausfallende Fraßtätigkeit kann der Minierfraß auch zum Absterben des Blattes führen. Neben den Minierschäden und den Eintrittspforten für sekundäre Krankheitserreger, führt vor allem auch der Fremdbesatz mit Puppen im Kopf zu hohen Qualitätsverlusten. (Quelle: J. Keßler, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Pflanzenschutzdienst)

Beispiele für Bekämpfungsmöglichkeiten gegen die Rapsminierfliegenlarven in kreuzblütigen Gemüsekulturen sind in einer Tabelle zusammengestellt, die Sie unten stehend downloaden können.