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BUGA 2025: Rostock will den Zuschlag

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Erblüht die Bundesgartenschau 2025 in Rostock? Nach dem Aus für Schwerin als Ausrichter der BUGA, macht sich jetzt die mecklenburg-vorpommersche Hansestadt Hoffnungen auf den Zuschlag.

Grüne Innenverdichtung machbar!?

Mit den offiziellen Bewerbungsunterlagen, die der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) bereits vorliegen, hat Rostock ein Konzept eingereicht, das laut Oberbürgermeister Roland Methling beweisen soll, „dass eine grüne Innenverdichtung machbar ist“. Dem Stadtoberhaupt zufolge sollen rund um das Rostocker Oval am Ufer der Warnow ab 2025 lebendige Stadtlandschaften sprießen, die Kultur, Erholung, Wohnen und Freizeit miteinander verbinden.

„Wir haben die einmalige Chance, die Pläne für den lang ersehnten Theaterneubau, den Neubau eines Archäologischen Landesmuseums, die Freiflächenentwicklung im Stadthafen, die Tieferlegung der Straße Am Strande, den Bau einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke, den notwendigen Hochwasserschutz und die Freiflächenentwicklung auf der ehemaligen Dierkower Deponie ideenreich und vor allem nachhaltig miteinander zu verknüpfen“, so der Rostocker OB.

Gartenschau mehr als 170 Tage langes Blumenfest

Das vom Berliner Landschaftsarchitekten-Büro Sinai entworfene Konzept für die BUGA 2025 sieht unter anderem eine über vier Kilometer lange Flaniermeile im neu gestalteten Stadthafen, den Museumsneubau am Wasser, einen Stadt-Park sowie einen Campus zum Wohnen und Arbeiten am Ufer der Warnow vor. Außenstandort der Bundesgartenschau soll das ehemalige IGA-Gelände werden.

Die von Methling erwähnte und von vielen Bürgern Rostocks erhoffte Brücke für Fußgänger und Radfahrer über die Warnow, die die Innenstadt mit dem Nordosten verbinden soll, könnte sogar zum neuen Wahrzeichen der Ostsee-Metropole werden – weit über die BUGA 2025 hinaus. „Eine Gartenschau ist längst nicht mehr nur ein 170 Tage währendes Blumenfest“, so OB Methling, der einen Zuschlag für die Bewerbung seiner Stadt als „Meilenstein für Rostocks Stadtentwicklung“ sieht.

Landesregierung signalisiert finanzielle Unterstützung

Von Rostocks BUGA-Konzept überzeugt ist offenbar auch die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, die bereits ihre finanzielle Unterstützung für das 113-Millionen-Euro-Großprojekt signalisiert hat. Eben diese hatte die Landesregierung der Stadt Schwerin Ende vergangenen Jahres versagt, obwohl der Landeshauptstadt die Ausrichtung der BUGA 2025 bereits verbindlich zugesagt war.

Ob damit nun Rostocks große Stunde geschlagen hat, soll sich der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft zufolge in den kommenden Monaten entscheiden. Laut DBG-Geschäftsführer Jochen Sandner jedenfalls stehen die Chancen für eine Bewilligung der 82 Seiten starken Bewerbung der Hanse- und Universitätsstadt gut.

„Meilenstein in der Geschichte der Bundesgartenschauen“

„Die Zeichen sind sehr positiv, vor allem, wenn das Vorhaben finanziell gut untersetzt ist“, so Sandner, der eine mögliche BUGA Rostock 2025 als einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der Bundesgartenschauen einstuft, „mit dem integrierte Stadtentwicklungsprozesse angestoßen werden, die eine BUGA-Stadt fit für die Zukunft machen“.