Alle News

BUGA-Hallenschau zeigt historischen Wandel in der Floristik

, erstellt von

Von der Romanik bis zur Techno-House-Ära der Neuzeit: Anhand bedeutender Kultur- und Kunstepochen führt die neunte BUGA-Hallenschau durch die Jahrhunderte und zeigt, wie sich die Floristik im Lauf der Zeit gewandelt hat. Sieben Gärtnereien stellten dafür eine große Auswahl an Pflanzen und Schnittblumen zur Verfügung.

Blumige Zeitreise durch die Kunst- und Kulturgeschichte

Am 26. Juni gestartet, nimmt die neunte Hallenschau der Bundesgartenschau (BUGA) in Erfurt die Besucher bis einschließlich 4. Juli mit auf einen floristischen Streifzug durch über tausend Jahre Kunst- und Kulturgeschichte. Zu sehen sind unter anderem barocke Blumenbouquets, streng monochrome Pflanzdekorationen der Bauhaus-Zeit oder schrille Sträuße der 90er-Jahre-Loveparade-Ära, informiert die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG). Gestaltet wurde diese blumige Zeitreise von dem Kindelbrücker Floristikmeister und Schaugestalter Christopher Ernst und seinem Creativ-Team – mit viel Liebe zum Detail, wie die DBG betont. Fünf weitere Floristen steuerten darüber hinaus thematische Gestecke und Sträuße bei, außerdem werden Werkstücke gezeigt, die im Rahmen der IHK-Prüfung der Floristen angefertigt wurden.

Hallenschau zeigt Wechselwirkung zwischen Gartenbau und Floristik

Insgesamt 21 Kunst- und Kulturepochen umfasst die neunte Hallenschau im egapark den Angaben zufolge, wobei es der DBG-Ausstellungsbevollmächtigten Beate Walther wichtig gewesen sei, den historischen Wandel in der Floristik sowie die Wechselwirkung zwischen Bindekunst und Gartenbau darzustellen. Wurden etwa im Biedermeier Sträuße aufgrund der damals dünnen und weichen Stängel der Blumen sehr eng und kurz gebunden und zum Teil mit Draht verstärkt, züchteten Gärtner in der Folgezeit Pflanzen mit längeren und stärkeren Stielen, mit denen Floristen besser arbeiten konnten. Als weiteres Beispiel nennt die DBG den synthetisch hergestellten Blumensteckschaum, der in den 1950er Jahren zunächst in den USA populär wurde und anschließend weltweit die Floristik revolutioniert habe.

Zwei Große Goldmedaillen und ein Ehrenpreis vergeben

Die wandlungsfähige Verbindung aus Floristik, Gartenbau und Historie, die in der neunten BUGA-Hallenschau zu sehen ist, honorierten die Preisrichter mit insgesamt 18 Gold-, 13 Silber- und acht Bronzemedaillen. Darüber hinaus wurden vergeben:

  • zwei Große Goldmedaillen der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft an Christopher Ernst und sein Creativ-Team (Kindelbrück) für „die gelungene, alle Generationen ansprechende Zeitreise durch die Kunst des Blumenbindens“ sowie für „die einleuchtende und ansprechende floristische Umsetzung des Zeitgeistes ‚Neue Deutsche Welle‘ und der Kunstrichtung ‚Impressionismus‘“
  • der Ehrenpreis des Fachverbands Deutscher Floristen (FDF) an Callamäleon (Lohfelden) für „die intensive Auseinandersetzung und emotionale floristische Umsetzung des Themas ‚Krieg‘ in all seinen Facetten“
Cookie-Popup anzeigen