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BUGA: Juroren prämieren sommerlich bepflanzte Mustergräber

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Im BUGA-Ausstellungsteil „Grabgestaltung und Denkmal“ hat der Sommerflor Einzug gehalten – sämtliche Mustergräber wurden von den teilnehmenden Friedhofsgärtnern mit verschiedensten Blumen, Gehölzen und Bodendeckern neu bepflanzt und erstrahlen aktuell in sommerlicher Farbenpracht. Die Experten-Jury würdigte die eindrucksvollen Beispiele moderner Grabgestaltung mit einer Vielzahl von Auszeichnungen.

Sommerflor drückt Mustergräbern farbenfrohen Stempel auf

„Die sommerliche Bepflanzung hat dem Areal und seinen Gräbern noch einmal einen ganz neuen, farbenfrohen Stempel aufgedrückt“, berichtet Knut Mergenthaler, der vom Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) mit der Pflege des Ausstellungsbereichs während der Bundesgartenschau (BUGA) beauftragt wurde. Wie die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) ergänzend betont, nehmen sämtliche Sommerflor-Konzepte auf den insgesamt 52 Mustergräbern auf stilvolle Weise die Gestaltungsform des jeweiligen Grabzeichens auf. So findet etwa auf einer Grabstelle das goldene Ginkgo-Blatt auf dem Grabstein sein pflanzliches Pendant aus Kalanchoe im Beet, um nur ein Beispiel zu nennen.

Die auch als „Flammendes Käthchen“ bekannten Kalanchoe sind laut DBG derzeit insgesamt auf vielen Gräbern im Ausstellungsteil „Grabgestaltung und Denkmal“ zu sehen – nicht zuletzt, da die Pflanzen gut mit sommerlicher Hitze zurechtkommen. Ebenfalls gern für den Sommerflor wurden von den Friedhofsgärtnern demnach Rosen, Lavendel, Thymian oder reichblühende Dipladenien verwendet. Lange Zeit als „spießig“ geltende Pflanzen wie Tagetes erleben in diesem Jahr laut DBG eine Art Renaissance, außerdem wurden auf den Grabstellen unter anderem zierliche Gräser, bunte Zwiebelpflanzen oder Sukkulenten gepflanzt. „Der Klimawandel macht es möglich, selbst Kakteen oder manche Blattschmuckpflanzen in die Beete zu setzen“, führt Mergenthaler dazu aus.

BUGA-Wettbewerb auch ein Ort der Weiterbildung

Wie der Gärtnermeister außerdem beobachtet hat, arbeiten die am Wettbewerb teilnehmenden Friedhofsgärtner „mit unglaublich viel Hingabe und Akkuratesse“. Die Anlage auf dem Erfurter BUGA-Gelände sei für die Beteiligten nicht nur eine Möglichkeit, ihre Leistung öffentlich zu zeigen, sondern sei gleichzeitig auch ein Ort der Weiterbildung. „Viele Junggärtner sind dieses Mal mit dabei – die Jungen lernen von den Älteren und umgekehrt“, so Mergenthaler. Von Konkurrenz und Neid sei in Erfurt dagegen nichts zu spüren. Vielmehr würden sich die Friedhofsgärtner gegenseitig mit Pflanzen aushelfen, oder die optimale Verwendung von Stauden, Zwiebel- und einjährigen Pflanzen beratschlagen. Auf diese Weise seien Grabstellen entstanden, die laut DBG jede auf ihre Art ein wahres Kunstwerk sind.

Große Goldmedaillen und Ehrenpreise für teilnehmende Friedhofsgärtner

Diese friedhofsgärtnerische Leistung wusste auch die Expertenkommission zu würdigen, die den Sommerflor im Bereich „Grabgestaltung und Denkmal“ mit insgesamt 30 Gold-, zehn Silber- und sieben Bronzemedaillen prämierte. Für besonders herausragende Leistungen wurden darüber hinaus fünf Große Goldmedaillen der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft vergeben an:

  • Blumen Krisam (Solingen) für „die beste Gestaltung einer zweistelligen Wahlgrabstelle“
  • Johannes Heiser vom Blumenpavillon Neis (Trier) für „die beste Gestaltung einer Urnengrabstelle“
  • Friedhofsgärtnerei Bell (Recklinghausen) für „die beste Gestaltung eines Wahlgrabes in fließender Form“
  • Florian Seppelfricke von der Friedhofsgärtnerei Seppelfricke (Gelsenkirchen) für „die beste Gestaltung einer Urnengrabstelle“
  • Grabgestaltung und Grabpflege Hüsemann (Werne) für „die beste Gestaltung einer Einzelwahlgrabstelle“

Zudem gab es insgesamt neun Ehrenpreise:

  • die Ausstellergemeinschaft Prüße/Becker (Löhne) bekam den Ehrenpreis der Württembergischen Friedhofsgärtner eG für „eine außergewöhnlich gestaltete Grabstätte“
  • die Ausstellergemeinschaft Wagner und Strobel (München) erhielt den Ehrenpreis des Landesverbands Gartenbau Nordrhein-Westfalen für „eine handwerklich herausragende Beetgestaltung“
  • Blumen Burmester (Burg) wurde mit dem Ehrenpreis der Gesellschaft für Dauergrabpflege Westfalen-Lippe für „einen spannenden hell-dunkel-Kontrast in Beet und Gesamtgestaltung“ ausgezeichnet
  • Karoline Heiser vom Blumenpavillon Neis (Trier) durfte den Ehrenpreis der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen/Thüringen für „eine besondere Pflanzenauswahl in gelungener Höhenstaffelung“ entgegennehmen
  • Claudia Zander von der Friedhofsgärtnerei Seppelfricke (Gelsenkirchen) bekam den Ehrenpreis der Friedhofsgärtner Genossenschaft Bonn eG für „eine herausragende Gestaltung des Wechselbeets in farblicher Abstimmung zum Stein“
  • die Friedhofsgärtnerei Seppelfricke (Gelsenkirchen) erhielt den Ehrenpreis der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Niedersachsen/Sachsen-Anhalt für „das bienenfreundlichste Sommerbeet“
  • die Gärtnerei Lenfers (Senden) konnte sich über den Ehrenpreis der Friedhof Treuhand Berlin – FTB – Dauergrabpflegegesellschaft für „die hervorragende Leistung eines Erstausstellers“ freuen
  • Prager’s Blumen und Floristik (Gera) wurde mit dem Ehrenpreis der Rheinischen Treuhandstelle für Dauergrabpflege für „eine traditionelle Beetgestaltung in einem gelungenen Farbkontrast“ ausgezeichnet
  • Gartenbau Springer (Geithain) durfte den Ehrenpreis des Landesverbands Gartenbau Thüringen für „ein gelungenes Beet in klassischer Pflanzenauswahl“ entgegennehmen
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