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Buga Koblenz: Nachhaltige Zukunfts-Investition

„Es ist gut angelegtes Geld, eine Investition weit über die Buga hinaus, in Bildung und Kultur. Wie sehr diese Buga Koblenz 2011 der rheinland-pfälzischen Landesregierung am Herzen liegt, zeigt die hohe finanzielle und ideelle Unterstützung“, betonte Ministerpräsident Kurt Beck bei einer Pressekonferenz vergangene Woche.

So sei neben der Förderung von 49 Millionen Euro fast noch einmal der gleiche Betrag in die Sanierung der Festung Ehrenbreitstein, in Schloss Stolzenfels und weitere Begleitprojekte geflossen.

Zusammen, öffentliche mit privaten Anlagen, löse das Ereignis geschätzte 500 Millionen Euro an Investitionen aus. Und die Strahlkraft reiche weit über Koblenz und den Westerwald, eine Zukunftsinitiative für ganz Rheinland-Pfalz, so Beck.

Neben der Bedeutung für die grünen Berufe biete sie ein dauerhaftes Ereignis für die Bürger von Koblenz und eine Chance für das Weltkulturerbe Mittelrheintal. „Wer bisher noch nicht wusste, wie schön es in Rheinland-Pfalz ist, wie charmant die Menschen hier sind, wie gut der Wein schmeckt – der wird nun eines Besseren belehrt.“

Vom 15. April bis zum 16. Oktober 2011 erwartet die Buga an Rhein und Mosel im Herzen der Stadt und den drei Ausstellungsbereichen „Kurfürstliches Schloss“, „Blumenhof am Deutschen Eck“ und „Festung Ehrenbreitstein“ rund zwei Millionen Besucher. „Koblenz verwandelt“ heißt ihr Slogan, unter dem sich die Stadt nachhaltig verändert hat.

„Diese Buga wird ein voller Erfolg, sie kann nur gelingen“, sagte Heinz Herker, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau. Sie zeige die Olympiade der Gärtner, eine gute Leistungsschau als Event im ersten Jahr.

Längerfristig sei sie Instrument der Stadtentwicklung, Freiraumsicherung und Nachhaltigkeit. „Gartenschauen wirken über Generationen hinweg, sie bieten Naherholungsräume vor Ort, sichern die Grünzonen und verbessern das Stadtklima. Das große Engagement des gärtnerischen Berufsstandes zeige sich in dieser Buga aufgrund der eher überschaubaren Fläche ganz besonders:

„Angefangen von der Wechselflorkrone vor dem Kurfürstlichen Schloss und dem Schlossgarten über die wunderbaren Anlagen rund um den Blumenhof am Deutschen Eck bis hin zu dem Beitrag Grabgestaltung und Denkmal, zu den Blumenhallen mit 23 Wechselausstellungen und den weiteren Präsentationen im Festungspark.“

„Zunächst Skepsis, dann Zustimmung und jetzt Euphorie“, so skizzierte Buga-Geschäftsführer Hanspeter Faas die Stimmung in der Stadt. „In meinen fast 31 Jahren als Gartenschau-Macher habe ich noch nie einen solchen Wandel von Ablehnung und Skepsis bis hin zu leidenschaftlicher Identifikation der Menschen mit diesem Projekt erlebt.“ Die Vorfreude in Koblenz und der Region sei deutlich spürbar. „Unser Ziel, insgesamt 36.000 Dauerkarten zu verkaufen, haben wir nun schon vor Eröffnung erreicht.“

Nach dem Veränderungsprozess sei die Stadt gut für die Zukunft aufgestellt, könne sich nun nicht zuletzt in den Bereichen Tourismus und Kultur sowie als Kongressstandort neu positionieren, so Oberbürgermeister und Buga-Aufsichtsratsvorsitzender Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig.