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Buga München: Ziel verfehlt, dennoch positive Bilanz

Es sollte der beste aller Sommer werden, aber die Rechnung ist nicht ganz aufgegangen. Wie am 30. September auf der vorgezogenen Schlusspressekonferenz auf der Bundesgartenschau (Buga) in München zu hören war, werden die erwarteten Besucherzahlen von 3,7 Millionen nicht erreicht. Die Geschäftsführung rechnet mit etwa drei Millionen bis zum 9. Oktober. Damit erhöht sich der Zuschuss der Landeshauptstadt München als Hauptgesellschafter der Bundesgartenschau München 2005 GmbH von 7,6 Millionen Euro auf 12,3 Millionen Euro. Trotzdem ziehen Buga- Geschäftsführer Hanspeter Faas und Oberbürgermeister Christian Ude eine positive Bilanz. Die endgültigen Zahlen liegen noch nicht vor, aber die Buga wird voraussichtlich 2 491 580 zahlende Gäste, 100 000 mitwirkende Besucher und 352 215 Kinder unter sechs Jahren, also insgesamt 2 943 793 Besucher, haben. Trotzdem ist die Buga München mit fast drei Millionen Besuchern die erfolgreichste im Vergleich zu Gelsenkirchen (1997: 1,6 Millionen), Magdeburg (1999: 2,3 Millionen), Potsdam (2001: 2,6 Millionen) und der Iga Rostock (2003: 2,6 Millionen). Als Hauptursachen dafür, dass sie hinter den Besuchererwartungen zurückgeblieben sind, nennt Ude die Auswirkungen des ungewöhnlich langen und kalten Winters zu Beginn der Buga und den verregneten Sommer, aber auch das neue Konzept. Es habe nicht jeder Erwartung genügt und eine intensivere Auseinandersetzung erfordert. Gerade bei traditionellen Gartenschaubesuchern stieß das Buga-Konzept auf Kritik, so Faas. Andererseits sei es gelungen, neue, jüngere Besuchergruppen mit diesem Konzept anzusprechen und dadurch die Besucherstruktur klassischer Gartenschauen zu verjüngen. Für Ude ist die Buga dennoch ein Erfolg. Die Zahl der Touristen stieg in München um 8,5 Prozent, die Übernachtungen nahmen um 7,9 Prozent zu. Die Wirtschaft wurde angeschoben, und nicht zuletzt bleibt ein 130 Hektar großer Landschaftspark: ein bleibender Gewinn für den Münchner Osten und die Anliegergemeinden.