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BUGA verabschiedet sich mit blumigem Finale

Die Bundesgartenschau (BUGA) 2015 Havelregion neigt sich unaufhaltsam ihrem Ende entgegen – und verabschiedet sich mit einem blumigen Finale. Noch bis zum finalen Ausstellungstag am Sonntag, 11. Oktober zeigen die beiden letzten Blumenhallenschauen in der Havelregion Arrangements in herbstlicher Farbenpracht.

„Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin“

Das Motto in Brandenburg an der Havel lautet dabei „Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin“ und deutet bereits auf das nächste gärtnerische Großereignis hin: die Internationale Gartenausstellung (IGA) Berlin 2017. Zu sehen sind unter anderem über 100 verschiedene Dahliensorten, geliefert von Dahlienbau Koschker und dem Betrieb von Wilhelm Schwieters aus Legden.

Daneben symbolisieren verschiedene Früchte den Herbst, darunter floristisch arrangierte Chili und prächtige Kürbisse der Sorten Moschata, Maxima und Pepo. Auch der Bischofsmützen-Kürbis ist gelb-bunt vertreten. Die Gärtnerei Lothar Förth aus Neusorg zeichnete dafür verantwortlich und erhielt eine Große Goldmedaille „für ein extrem atemberaubendes buntes Chilisortiment in hervorragenden Qualitäten“.

Ebenfalls eine Große Goldmedaille ging an die Gärtnerei Edwin Heublein aus Kassel für ihre Auswahl prächtiger Kübelpflanzen in hervorragenden Qualitäten sowie an Marei Karges Orchideengarten „für die Vielfalt der Arten und Sorten, die eine besondere Bereicherung der Ausstellung darstellen“. Außerdem wurde Edwin Pekrul aus Marzahne ausgezeichnet mit einer Großen Goldmedaille „für anschauliche Informationen in Bild, Text und Pflanzen zum Ginkgo biloba“.

„Ich steh auf Berlin – das Schönste zum Schluss“

Auch in der St. Laurentiuskirche in Havelberg steht die finale Blumenschau ganz im Zeichen der bundesdeutschen Hauptstadt: Unter dem Motto „Ich steh auf Berlin – das Schönste zum Schluss“ sind noch bis Sonntag Pflanzen, Sträucher und Bäume ausschließlich von Brandenburger und Berliner Baumschulen und Gartenbaubetrieben zu sehen. Die Hallenschaugestaltung übernahm die Firma „Der Spreewälder“ aus Lübben und erhielt dafür den Ehrenpreis des Fachverbands Deutscher Floristen (FDF).

Mit einer Allee aus Winterlinden symbolisieren die Späth’schen Baumschulen im Mittelgang des Kirchenschiffs die berühmte Berliner Straße „Unter den Linden“. Für eine grüne Strukur im Kirchenraum sorgte zusätzlich ein Ahornsortiment in Kombination mit Pinus-Formgehölzen. Belohnt wurden diese Arrangements mit dem Ehrenpreis des Landes Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.

Mit einer Großen Goldmedaille „für ein ausgefallenes Grünpflanzensortiment als Solitäre in ausgezeichneten Qualitäten“ wurde darüber hinaus auch der Vizepräsident des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg, Lutz Grille, ausgezeichnet, der als Geschäftsführer der Hermann Rothe Gartenbau GmbH mit einem Sortiment an Palmen und Farnpflanzen die Ausstellung bereicherte. Ebenso Großes Gold gab es für die Hans-Joachim Wlodarczyk Gärtnerei aus Großräschen „für ein zauberhaftes Sortiment von Orchideen, im Besonderen Vanda und Cattleya“.

Mit allein 28 Goldmedaillen ist Hermann Kühne aus Nuthetal der erfolgreichste Aussteller der letzten BUGA Hallenschau 2015. Der Chinaschilf-Sammler bekam außerdem zwei Große Goldmedaillen – eine für Solitärgräser „in beachtlicher Qualität für herbstliche Stimmung“ sowie eine weitere „für eine riesige Sortenvielfalt von Miscanthus und Pennisetum in ausgezeichneten Qualitäten“. Zudem wurde ihm der Ehrenpreis des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz verliehen. (ts)