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Bundesagentur stellte "Arbeitshilfe Saisonbeschäftigung" vor

Um angesichts der hohen Arbeitslosigkeit mehr einheimische Saisonbeschäftigte zu erreichen, hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) eine "Arbeitshilfe Saisonbeschäftigung" vorgestellt (siehe TASPO 45/05). Das als vorläufig bezeichnete Papier ist an die Arbeitsagenturen gerichtet und dort laut BA inzwischen flächendeckend vorhanden. Es diene als Hilfsmittel und roter Faden bei der Arbeit vor Ort und enthält neben einem Situationsbericht zehn arbeitsmarktpolitische Eckpunkte zur Förderung der Saisonbeschäftigung. Gedacht ist die Arbeitshilfe lediglich als Information und Unterstützung, die Hinweise seien als Vorschläge zu werten. Das Papier erwähnt auch den von den Arbeitgebern häufig vorgebrachten Einwand, dass Zuverlässigkeit, Durchhaltevermögen, Motivation und Leistungsvermögen der einheimischen Arbeitnehmer zu wünschen übrig lassen. Erfahrungen mit verschiedenen Modellprojekten in der zweiten Hälfte der 90er Jahre hätten diese Probleme bestätigt, ließen aber auch Ansätze für eine Verbesserung des Einsatzes einheimischer Arbeitskräfte erkennen. So gebe es Arbeitsagenturen, die aufgrund entsprechender Bewerberstruktur und enger Zusammenarbeit mit den dortigen Saisonbetrieben positive Erfahrungen mit der Vermittlung einheimischer Saisonarbeitnehmer gemacht hätten. Wie beispielsweise in Wittenberg sei dort die Zahl der erteilten Arbeitsgenehmigungen geringer. Wie es zu den arbeitsmarktlichen Eckpunkten heißt, soll es durch die Förderung einheimischer Arbeitnehmer für die Betriebe nicht zu qualitativen Einbrüchen bei der Aufgabenerledigung kommen. Für die Umsetzung der Eckpunkte sei eine enge Zusammenarbeit zwischen Arbeitsagenturen oder Arbeitsgemeinschaften sowie Arbeitgebern und Verbänden erforderlich.