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Bundesgartenschau-Gesellschaft: Neuordnung im Herbst?

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) hält an seiner Forderung fest, die Verhältnisse in der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DGB) so zu ändern, dass keiner der Anteilseigner über eine Mehrheit verfügt. Dies wurde anlässlich der vom württembergischen Landesverband ausgerichteten Sommertagung des BdB in Ludwigsburg deutlich. Seit die Bundesgartenschau-Gesellschaft im Zusammenhang mit der Iga Rostock Liquiditätsprobleme bekam, reißen die Krisentermine nicht ab, wie Karl-Heinz Plum, Präsident des BdB, in der Mitgliederversammlung berichtete. Zur Diskussion steht das Kräfteverhältnis in der Gesellschaft, die sich aus dem Zentralverband Gartenbau (ZVG), dem Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) sowie dem Bund deutscher Baumschulen zusammensetzt. Der ZVG hält eine Mehrheit von 52 Prozent des Stammkapitals, der BGL hat 38 Prozent, der BdB zehn Prozent. Schon länger mahnen die Baumschulen institutionelle Regelungen an, die sicherstellen sollen, dass die drei Gesellschafter bei grundlegenden Entscheidungen zu einer Abstimmung gezwungen sind. Darauf hat der Zentralverband mit dem Zugeständnis reagiert, einen seiner Sitze im Verwaltungsrat dem BdB zu überlassen, der nun über zwei Sitze verfügt. Somit gibt es auf der Seite des ZVG vier, auf der des BGL und des BdB ebenfalls vier Verwaltungsratsmitglieder. Ferner ist der ZVG bereit, das Amt des Vorsitzenden des Verwaltungsrats nicht mehr ständig selbst zu beanspruchen, sondern im zweijährigen Turnus unter den Gesellschaftern rotieren zu lassen. Aus Sicht des BdB ist eine personelle Differenzierung schon aus rechtlichen Gründen notwendig. Nach wie vor aber könne der ZVG aufgrund seiner Mehrheit am Stammkapital der Gesellschaft die wesentlichen Weichenstellungen mehr oder weniger alleine vornehmen, kritisiert der BdB. Er fordert deshalb, die Anteile dahingehend zu verändern, dass keiner der Gesellschafter über eine absolute Mehrheit verfügt. Anfang Juni fand eine Sondersitzung des BdB-Präsidiums statt, unter anderem wurde beschlossen, bei einer Gesellschafterversammlung im Oktober die Frage der Kapitalanteile endgültig zu klären.