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BZG investiert: Photovoltaik, LED & Blockheizkraftwerk

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Mit Photovoltaik, LED und Blockheizkraftwerk (BHKW) will der Blumen- und Zierpflanzengroßmarkt (BZG) Frankfurt seinen Beitrag zu Umweltschutz und Ressourcenschonung leisten. In der Summe sollen die Maßnahmen des Großmarkts jährlich insgesamt über 400 Tonnen Kohlendioxid einsparen.

Dank neuer LED-Röhren und -Strahler ist es in der Markthalle jetzt taghell. Foto: BZG Frankfurt

Verschiedene LED-Röhren und -Strahler getestet

„Einführung eines Systems zur Simulation natürlicher Umgebungsbedingungen zur temporären Konservierung lebender Pflanzen“ – so lautet die Überschrift des Bündels von technischen Investitionen beim BZG Frankfurt. Diese sollen gleichzeitig eine bessere Versorgung der Kunden bei niedrigeren Energiepreisen gewährleisten. Mit der neuen Beleuchtung etwa können jetzt auch Freilandpflanzen ohne Qualitätsverlust tagsüber in der Markthalle angeboten werden, erläutert der Geschäftsführende Vorstand Reiner Wilk.

Auf einem Versuchsfeld wurden verschiedene LED-Röhren und -Strahler in allen möglichen Lichtfarben miteinander kombiniert und ausprobiert. Dank der Unterstützung durch den Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen und Wolfgang Schorn, Versuchsleiter Zierpflanzenbau im Gartenbauzentrum Geisenheim, wurden die richtigen Leuchten gefunden und miteinander kombiniert, so Wilk.

Bis zu 2.500 Lux in der Markthalle des BZG

Auch die jeweilige Licht- und Photonenstärke auf der Verkaufsebene wurde ermittelt und die notwendige Anzahl von Strahlern errechnet. Ein einzelner Strahler erzeugt einen Lichtstrom von 26.000 Lumen. „Jetzt haben wir tagsüber in der Markthalle eine Helligkeit von bis zu 2.500 Lux. Die neue Beleuchtung verbraucht bei der enormen Helligkeit insgesamt nur genauso viel Strom wie die alte“, erklärt Wilk.

Photovoltaik-Elemente auf dem Dach mit einer Leistung von 99 Kilowatt peak (kWp) speisen Strom in die Leitungen, den der Großmarkt komplett selbst verbraucht. Zwei Batteriespeicher mit 30 Kilowattstunden Kapazität puffern die Spitzen ab.

BHKW soll Umwelt und Geldbeutel entlasten

Neben Wärme liefert ein neues BHKW auch Strom. Die Investition in die neue, mit Erdgas betriebene Anlage soll Umwelt und Geldbeutel entlasten. Die Grundversorgung des Marktes übernimmt mit 117 Kilowatt (kW) Wärmeleistung ein BHKW-Viesmann-Vitoblock 200 (Allendorf/Eder). Nebenbei werden von ihm 70 kW Strom produziert, der nahezu vollständig selbst genutzt werden kann mit Anschluss an die Speicher-Batterie.

Ein Wärmespeicher von 8.000 Litern Volumen puffert die Spitzen im Wärmebedarf ab. Bei besonders niedrigen Temperaturen steht ein neuer Viessmann-Brennwertkessel mit 780 kW Leistung in Reserve bereit. Um die Heizung noch umweltfreundlicher zu machen, wurde auch die Wärmeverteilung komplett erneuert. Jetzt arbeiten 16 Wilo Stratos-Hocheffizienz-Pumpen (Dortmund) für die bedarfsgerechte Verteilung der Wärme im gesamten Gebäude.