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Cryptobug-L: Wollläuse ohne Chemie bekämpfen

Ab Februar 2015 ist das neue Produkt Cryptobug-L von Koppert Biological Systems (NL-Berkel en Rodenrijs) erhältlich. Es handelt sich dabei um die Larvenstadien 2 und 3 des Raubkäfers Cryptolaemus montrouzieri.

Cryptobug-L soll in einigen Kulturen die chemische Bekämpfung von Wollläusen ersetzen. Werkfoto

Cryptobug-L als vollwertige Alternative zur chemischen Bekämpfung

Diese Larven haben nach Angabe von Koppert einen ungezügelten Appetit und eignen sich besonders zur Bekämpfung von Wolllausherden. In einigen Kulturen könne Cryptobug-L sogar als vollwertige Alternative zur chemischen Bekämpfung verwendet werden und diese teils vollständig ersetzen.

Die gefräßigen Larven werden vorzugsweise zur Bekämpfung von Befallsherden mit Wollläusen in Zierpflanzenkulturen, aber auch in Gemüsekulturen ausgebracht. Darüber hinaus sei Cryptobug-L im Freilandanbau in wärmeren Regionen überaus effektiv, da das Produkt bei Temperaturen ab 16 Grad Celsius eingesetzt werden könne.

Koppert liefert Larven „ready to go“

Koppert liefert die Larven „ready to go“ ab, das heißt, dass sie sich gleich nach dem Ausbringen auf Beutesuche begeben. Die Larven des Cryptolaemus montrouzieri sind überaus aktiv, können allerdings nicht fliegen. Dieser Umstand mache sie besonders für die Bekämpfung von Wolllausherden wertvoll.

Studien bestätigen Cryptobug-L gemäß Herstellerinformation eine mindestens ebenso hohe Wirksamkeit wie chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln. Somit sei Cryptobug-L eine hervorragende Alternative zur chemischen Behandlung mit dem zusätzlichen Vorteil, dass sich dadurch die Gefahr der Entwicklung von Resistenzen verringere.

Cryptobug-L: beste Wirkung durch wiederholten Einsatz der Larven

Die beste Wirkung werde durch den wiederholten Einsatz der Larven erzielt. Unter idealen Bedingungen könnten die Larven ihren Lebenszyklus vollenden, sodass eine permanente Bekämpfung der Wollläuse gewährleistet sei.

Das Produkt ist in 0,5-Liter-Flaschen mit 1.000 Larven erhältlich. Cryptobug-L wird zusätzlich zum bewährten Cryptobug (erwachsene Raubkäfer) auf den Markt gebracht. Ausgebracht werden die Käferlarven nach Angaben Kopperts gegenüber der TASPO bei großblättrigen Pflanzen durch Aufstreuen auf die Blätter am Hotspot des Befalls und bei den anderen Pflanzen mittels des nach oben offenen Ausbringbehältnisses Dibox, das am Befallsherd in die Pflanze gehängt wird und in das die Tiere eingestreut werden. (ts)