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Das Grab eines alten Landwirts, bepflanzt unter dem Aspekt der Symbolik

Ein Landwirt, im Alter von 81 Jahren gestorben! Fast bis zu seinem Lebensende hatte er im Bauernhof mitgearbeitet, sich aber auch Hobbies gewidmet. Hierzu zählte das Interesse an altgermanischem Brauchtum. Er war ein gläubiger Christ und gesund bis ins hohe Lebensalter.

Mit welchen Pflanzen könnte das Grab dieses Menschen bestückt werden, wenn es Symbolik ausstrahlen und Sinnbilder enthalten soll? Lüder Nobbmann - Vorsitzender des Bundes deutscher Friedhofsgärtner - griff dieses Beispiel bei seinem Karlsruher Vortrag heraus. Er setzt sich seit mehreren Jahren für die Berücksichtigung der Pflanzensymbolik bei Grabbepflanzungen ein und referierte bei der Friedhofstagung der Gartenakademie Baden-Württemberg am 18. November über "Symbolische Bedeutung der Pflanzen". Als Solitärgehölz für das Grab des betreffenden Landwirts wurde eine Blauzeder verwendet. Sie symbolisiert Kraft, Ausdauer, langes Leben, Erhabenheit. Unterpflanzt wurde mit Prunus laurocerasus (Kirschlorbeer). Dieses Gehölz gilt als Sinnbild für Frieden und erbrachte Leistung ("Nach 81 Jahren erfüllten Lebens ruht er sich unter Lorbeeren aus!"). Hauptsächlicher Bodendecker auf diesem Grab ist Taxus baccata 'Repandens', denn Eiben stehen für Wehrhaftigkeit und greifen damit das Interesse dieses Landwirts an Waffen und germanischem Brauchtum auf. Ihre weitere symbolisch Bedeutung betrifft Unsterblichkeit und "Schutz vor Zauber". Thymus ist ein weiterer Bodendecker auf diesem Grab: Fleiß, Stärke und Dankbarkeit drückt der Thymian aus.