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Das neue Bundesprogramm Energieeffizienz erklärt

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Ab sofort geht das Bundesprogramm Energieeffizienz in die zweite Runde. In der Vergangenheit war es ein beliebtes Förderinstrument für die Grüne Branche, doch gab es einige Änderungen. Was jetzt gefördert wird und wie Gärtner an eine Förderung kommen, hat die TASPO bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) nachgefragt und zusammengefasst.

Antragsberechtigt im Bundesprogramm Energieeffizienz sind kleine und mittlere Unternehmen aus landwirtschaftlicher oder gartenbaulicher Produktion. Foto: 3282700/Pixabay

Neues Bundesprogramm Energieeffizienz läuft bis Ende 2023

Das neue Bundesprogramm Energieeffizienz für Landwirtschaft und Gartenbau läuft bis Ende 2023, ausgeführt wird es durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Es fördert energiesparende Einzelmaßnahmen, Modernisierung und Neubau von Anlagen, die Erzeugung regenerativer Energie sowie mobile Maschinen. Für alle diese Punkte, bis auf Einzelmaßnahmen, ist die vorherige Erstellung eines CO2-Einsparkonzeptes notwendig. Solche Konzepte werden von zugelassenen Sachverständigen erstellt, diese sind im Sachverständigenregister des Bundesprogramms zu finden.

Beratung durch Sachverständige mit 80 Prozent förderfähig

Die Beratung durch diese Sachverständigen (Netto) ist mit 80 Prozent förderfähig – maximal 4.500 Euro für Betriebe mit Energiekosten von unter 10.000 Euro jährlich, maximal 7.000 Euro für Betriebe mit höheren Energiekosten. Die Förderung der Beratung erfolgt als De-minimis-Beihilfe. Eine Antragstellung für investive Maßnahmen ist ab dem 1. November 2020 möglich, die Förderung der Beratung kann schon ab sofort beantragt werden. Die BLE empfiehlt, im Vorfeld einen Termin mit einem Sachverständigen auszumachen – die Erstellung eines CO2-Einsparkonzeptes kann zeitaufwendig sein und derzeit gibt es nur 135 zugelassene Sachverständige bundesweit. Betriebe mit Förderbedarf sollten hier also schnell sein. Wichtig: Jeder Sachverständige ist für alle Förderbereiche des Bundesprogramms zugelassen, unabhängig von den im Sachverständigenregister angegeben Spezialisierungen.

Auszahlung der Fördermittel erfolgt durch BLE

Grundsätzlich antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen aus landwirtschaftlicher oder gartenbaulicher Produktion. Geförderte Anlagen und Maschinen müssen für mindestens fünf Jahre zweckgebunden betrieben werden. Der Bewilligungszeitraum, also der Zeitraum, in welchem eine Maßnahme durchgeführt werden muss, beträgt neun Monate und beginnt mit dem Datum des Zuwendungsbescheids. Verlängerungen sind in Ausnahmefällen möglich. Die Auszahlung der Fördermittel erfolgt, nach positiver Prüfung der Maßnahme, durch die BLE selbst. Die Höchstgrenze für den Zuschuss beträgt pro Unternehmen und Vorhaben 500.000 Euro. Jedes gartenbauliche Unternehmen, welches im Rahmen des Bundesprogramms über 20.000 Euro investiert, ist verpflichtet, für fünf Jahre am Betriebsvergleich 4.0 teilzunehmen.

► Was genau im neuen Bundesprogramm Energieeffizienz unter den Punkten „Einzelmaßnahmen“, „Modernisierung und Neubau“, „Regenerative Energieerzeugung“, „Mobile Maschinen und Geräte“ sowie „Wissenstransfer“ gefördert wird, lesen Sie in der TASPO 42/2020, die in unserem Online-Shop abrufbar ist. Darüber hinaus kommentiert Helmuth M. Huss, Marketingberatung Co Concept, dort die Licht- und Schattenseiten des neuen Bundesprogramms.

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