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Datensicherheit – auch ein Thema im Garten?

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Es sind die großen Schlagworte unserer Zeit: Digitalisierung, Industrie 4.0 und das Internet of Things (IoT), also das „Internet der Dinge“. Immer mehr Geräte und Maschinen tauschen Informationen aus – auch im Garten. Unklar ist, wie leicht es sich dabei mithören lässt.

Längst sind im Internet mehr Maschinen und Geräte als Menschen miteinander vernetzt – auch im Garten. Foto: Pixabay

Riesen-Datenklau zeigt, wie einfach Daten zu hacken sind

Wie leicht Daten zu hacken sind, zeigte etwa der Riesenklau sowie die Veröffentlichung persönlicher Daten von Rang und Namen, unter anderem die des ehemaligen Präsidenten des europäischen Parlaments und Kanzlerkandidaten Martin Schulz, zu Jahresbeginn. Dahinter steckte ein gerade einmal 19 Jahre junger Mann, der, wie zu lesen war, diesen „Coup“ eher mit einfachen Bordmitteln, als mit raffiniertester Technik landen konnte.

Wie unsicher teilweise smarte Geräte sind, zeigte die Hackergruppe „Limited Results“ auf. Sie kaufte handelsübliche smarte Glühbirnen. Ohne großen Aufwand seien diese zu hacken gewesen – die Daten hätten sich ausnahmslos ohne Probleme auslesen lassen. Daraus ließ sich feststellen, in welchem WLAN-Netz sie angemeldet gewesen waren und mit welchem Passwort.

Sicherheitslevel smarter Geräte zum Teil minimal

Auch Michael Steigerwald, Mitgründer des IT-Security-Startups VTRUST, erklärte nach einem eigens von ihm entworfenen, umfangreichen Test im Dezember vergangenen Jahres auf dem 35. Chaos Communication Congress (35C3): „Der Sicherheitslevel dieser Geräte ist minimal. Alles, was ich probiert habe, hat direkt funktioniert.“

Brisante Daten lägen offen abgreifbar im Speicher, die Kommunikationsübertragung erfolge meist und just in kritischen Fällen unverschlüsselt, sodass auch der sonstige Einsatz kryptografischer Schutzmechanismen „keine Hürde“ für halbwegs versierte Angreifer darstelle.

Datensicherheit für (viele) Anwender immer noch ein Fremdwort

Noch deutlicher zeigt das Projekt „Haunted House“ des Sicherheitsexperten Sophos dies auf. In dem Modell sind marktübliche IoT-Geräte installiert, wie sie in privaten Haushalten aber auch in Unternehmen zum Einsatz kommen, und über einen Standard-Router ins Internet gesetzt. Er hat das Modellhaus mit vernetzten Geräten bewusst hacken lassen. Sein Ergebnis: Die Sicherheit ist für Anwender immer noch ein Fremdwort.

Also doch keine neue, schöne und heile Welt? Dazu und zu den Möglichkeiten, sich zu schützen, hat TASPO GARTEN-DESIGN mit dem Präsidenten der Gesellschaft für Informatik GI, Professor Hannes Federrath, gesprochen. Das Interview mit ihm lesen Sie in der Ausgabe 02/2019, die Sie im TASPO Online-Shop abrufen können.

Und auch die für unsere Branche tätigen Unternehmen hat das GaLaBau-Praxis-Magazin um eine Stellungnahme gebeten – zu lesen in einer der nächsten Ausgaben von TASPO GARTEN-DESIGN.