Alle News

Dauergrabpflege: neuer Rekord in Baden

, erstellt von

Zum achten Mal in Folge hat die Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Rekord abgeschlossen: Mit einem Zuwachs von 5.237 neuen Verträgen im vergangenen Jahr verwaltet die Genossenschaft derzeit mehr als 50.000 Pflegeverträge mit einem Volumen von rund 160 Millionen Euro.

Rund 400 gärtnergepflegte Grabfelder gibt es inzwischen auf badischen Friedhöfen. Foto: Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner

Badische Friedhofsgärtner übertreffen bisherige Bestmarke

2017 konnte die Genossenschaft erstmals die 5.000er-Marke durchbrechen und ihre Bestmarke vom Vorjahr (plus 4.980 Verträge) nochmals um rund 5,2 Prozent übertreffen. In den vergangenen fünf Jahren sei die Zahl der Neuabschlüsse in Baden sogar um 59,3 Prozent angewachsen.

Bei rund 45.500 Sterbefällen, die laut Statistischem Landesamt Baden-Württemberg in den badischen Regionen Hochrhein-Bodensee, Mittlerer Oberrhein, Nordschwarzwald, Rhein-Neckar und Südlicher Oberrhein registriert wurden, ist der Anteil der badischen Dauergrabpflege-Abschlüsse im vergangenen Jahr auf 11,5 Prozent gestiegen.

Jedes neunte Grab mit Dauergrabpflege-Vertrag

„Damit wird für etwa jedes neunte neue Grab eine Dauergrabpflege-Vereinbarung abgeschlossen“, betont Thorsten Baege aus dem Vorstand. Auch für 2018 rechnet die Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner mit einer Steigerung. So wurden in den ersten fünf Monaten bereits 7,3 Prozent mehr Verträge registriert als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs.

„Grundsätzlich können wir feststellen, dass sich die Zuwächse im vergangenen Jahr über das gesamte Gebiet der Genossenschaft erstrecken“, erklärt Thomas Heiland von der Genossenschaft gegenüber der TASPO. „Die Städte sind dabei sehr stark vertreten, aber die ländlichen Gebiete verzeichnen in den letzten Jahren kontinuierliche Zuwächse. Hervorzuheben sind hier vor allem die Regionen mit gärtnergepflegten Grabfeldern. Mittlerweile gibt es auf den badischen Friedhöfen rund 400 dieser Anlagen, die in enger Zusammenarbeit zwischen dem Friedhofsträger, den Friedhofsgärtnern vor Ort und der Genossenschaft errichtet wurden“.

Über 175 neue Projekte im laufenden Jahr

Diese positive Entwicklung resultiere vor allem aus einem engmaschigen Netzwerk, erklärt Baege. Dazu zählen beispielsweise ein intensiver Kontakt zu den kommunalen Friedhofsverwaltungen sowie eine sorgfältige Bedarfsanalyse. Die daraus gewonnenen Ergebnisse spielen bei der Planung und der Umsetzung neuer Bestattungsangebote eine große Rolle, was sich an der Anzahl der gärtnergepflegten Grabfelder ablesen lässt.

Mehr als 175 neue Projekte stehen auf der Agenda für das laufende Jahr. Dazu zählen beispielsweise der bundesweit erste Erinnerungsgarten der Kulturen, der zurzeit auf dem Bergfriedhof in Heidelberg entsteht, oder die Entwicklung naturnaher Bestattungsangebote für Friedhöfe, wie sie die badischen Friedhofsgärtner aktuell auf der Landesgartenschau in Lahr präsentieren.