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Deula Rheinland: Lehrschau zur Arbeitssicherheit

Wesentliche Lehrgangsteile der Bildungseinrichtung Deula Rheinland (47906 Kempen) werden als so genannte „überbetriebliche Lehrgänge“ ausgeführt. Inhaltlich sind es praktische Ergänzungen zu den Lerninhalten des Ausbildungsbetriebes, informiert Geschäftsführer Dr. Karl Thoer. In den Lehrgängen setzen Auszubildende häufig erstmals Maschinen und Geräte selbstständig ein, die sie in den Ausbildungsbetrieben noch nicht bedienen durften. Eine besondere Beachtung findet die Anwendung von Unfallverhütungsvorschriften, die seitens der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Nordrhein-Westfalens (NRW) und der Gartenbau-Berufsgenossenschaft Kassel zu unterschiedlichen Themen einfließen. Die beiden Berufsgenossenschaften haben die Lehrschau über Arbeitssicherheit in der Deula neu eingerichtet. Es wurde Wert darauf gelegt, dass die zukünftigen Gärtner und Landwirte praxisnahe Beispiele für eine gelungene Umsetzung der Unfallverhütungsvorschriften in dieser neuen Ausstellung finden können.

Ludger Lohmann, Leiter des Technischen Aufsichtsdienstes der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Nordrhein-Westfalen, und Thomas Wirz, Direktor der Gartenbau-Berufsgenossenschaft Kassel, hoben während der Eröffnung des Hallenkomplexes die Bedeutung der Lehrschau für die Sicherheitsschulung heraus. 80 Prozent der Unfälle geschehen durch falsche menschliche Verhaltensweise; hier müsse man ansetzen. Das vermindere unter anderem auch die Kosten. Der volkwirtschaftliche Schaden von Betriebsunfällen belaufe sich auf immerhin 70 Milliarden Euro pro Jahr. Dr. Karl Thoer bedankte sich bei den Berufsgenossenschaften für die neuen Einrichtungsgegenstände. Man habe Altes modernisiert und Neues ergänzt. Wichtig sei, dass die Teilnehmer die Exponate selber bedienen und erfahren können, damit sie ihr eigenes Handeln sicherheitsbewusst darauf abstellen. Die kleineren Exponate wie Sicherheitskleidung (Filter, Schutzbrillen, Sicherheitshelme, Handschuhe) sind immer doppelt vorhanden; zum einen hinter einer Glasscheibe zum Anschauen und Erklären und zum zweiten für den praktischen Lehrgangsteil. Nur durch das eigene Ausprobieren lasse sich der Auszubildende nachhaltig dazu anleiten, die Körperschutzkleidung aktiv im Betrieb anzulegen.

Weitere Informationen unter Tel.: 02152-205770.