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Deutsche Baumärkte: 700 Millionen Euro weniger Umsatz

Die Deutschen Baumarktbetreiber setzen nicht nur auf einen rein deutschen Markt. Gerade deshalb mussten Obi, Bauhaus und Co. für das Geschäftsjahr 2014 einen Umsatzrückgang von 2,4 Prozent hinnehmen, wie es in einer Presseinfo des Dähne Verlags heißt. Die positive Umsatzentwicklung im Inland konnte demnach die Verluste im ausländischen Geschäft nicht ausgleichen.

Obi bleibt mit einem Jahresumsatz von fast 7 Milliarden Euro Spitzenreiter der deutschen Baumärkte. Foto: OBI

Praktiker-/Max Bahr-Pleite drückt Inlandsgeschäft der Baumärkte

Vor allem die Praktiker/Max Bahr-Pleite von 2013 habe sich negativ auf die Zahlen ausgewirkt. Im Zuge der Insolvenz waren die Auslandsgesellschaften der Praktiker-Kette an nationale aber auch internationale Betreiber verkauft worden. Bisher wurden allerdings nur 166 von 323 innerdeutschen Praktiker- und Max Bahr-Standorten veräußert, 132 davon an deutsche Baumarktmitbewerber. So findet sich ein Teil der Umsätze nicht in den Gesamtzahlen wieder.Das sei wiederum auch der Grund, weshalb es für die deutschen Baumarktbetreiber an den bundesweit 3.054 Standorten (46 mehr als im Vorjahr) vergleichsweise gut lief. Dort bewegten sich die Umsatzzahlen um rund 470 Millionen Euro (+2,3 Prozent) in die Höhe.

Obi weiterhin Platzhirsch unter den Baumärkten

Platzhirsch der Baumarktsparte bleibt weiterhin Obi. Das Unternehmen aus Wermelskirchen steigerte seinen Umsatz um drei Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Bauhaus und Hornbach folgten auf den Rängen. Den stärksten Umsatzsprung machten 2014 die Hagebau- und Zeus-Baumärkte,die, bedingt vor allem durch neue und übernommene Standorte, insgesamt um 21,8Prozent auf 2,87 Mrd. € wuchsen (Deutschland: +27,6 Prozent, 2,64 Mrd. €).Im Mai gibt der Dähne Verlag eine gedruckte Baumarkt Statistik heraus, die die Daten in Artikeln und Grafiken aufarbeitet. (ts)