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Deutsche Markenbaumschule: Reform der Anerkennung läuft an

Die Reform der Anerkennung zur Deutschen Markenbaumschule läuft auf Hochtouren. Dies zeigte der Beitrag von Heinrich Gerstenkorn, Vorsitzender des Anerkennungsausschusses „Deutsche Markenbaumschulen“ im Bund deutscher Baumschulen (BdB), auf der Mitgliederversammlung des Landesverbandes Weser-Ems im vergangenen Dezember. Die geplante Neuausrichtung zielt auf eine sinnvolle Koexistenz des neuen Zertifizierungssystems nach GlobalGAP/MPS-GAP in Verbindung mit einem „Add-on“-Pflanze. In Sachen Kosten, Art und Intervall der Prüfung gab es erste konkrete Anhaltspunkte, während der Abgleich zwischen GAP-Zertifizierung und dem „Add-on“ laut Gerstenkorn noch viel Arbeit mache.

Die Pflanzenqualität will der BdB über einen zusätzlichen Baustein „Add-on“ prüfen, auch für den Bereich Alleebäume. Foto: Lorenz Wieland

Nachdem sich das Zertifizierungssystem für gebietseigene Gehölze (ZgG) des BdB weitgehend „in trockenen Tüchern“ befindet, steht jetzt die Entwicklung einer Zertifizierung der Gehölz-Produktion nach international anerkannten Standards auf der BdB-Agenda. Ziel ist es, eine Systematik zu erarbeiten, die auf einer neutralen Prüfung beruht und bundeseinheitlich vorgenommen wird.

Der Grund für diese Neuausrichtung ist das gewandelte Wertesystem von Handel und Verbrauchern. Der Markt fordert zunehmend Produkte, bei deren Herstellung sich die Unternehmen an einheitlichen Umwelt-, Qualitäts- und Sozialstandards orientieren, die über gesetzliche Bestimmungen hinausgehen.

Bereits 2010 wurde vom BdB der Beschluss gefasst, das nicht mehr zeitgemäße Anerkennungsverfahren zur „Deutschen Markenbaumschule“ zu überarbeiten und zu aktualisieren, fasste Gerstenkorn in seinem Beitrag zusammen.

Erhalten Sie mehr Informationen darüber, welche Fortschritte bisher gemacht wurden und welche Zertifizierungskosten auf die einzelnen Betriebe zukommen in der aktuellen TASPO Ausgabe 01/2013. (ts/ck)