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Bundesantrag beschlossen: Grüne für Programm "Energiewende"

Die bündnisgrüne Bundestagsfraktion spricht sich für ein Förderprogramm "Energiewende in Gewächshäusern" aus. Ziel dieses Bundesprogramms soll es sein, den Energieverbrauch im Unterglasanbau drastisch zu senken und den Einsatz erneuerbarer Energien gezielt voranzubringen. Für dieses Programm soll die Bundesregierung in den nächsten fünf Jahren jährlich fünf Millionen Euro, insgesamt also 25 Millionen Euro, bereitstellen. Einen entsprechenden Bundestagsantrag hat die Fraktion vorige Woche beschlossen. Gefördert werden soll neben der Forschung und Entwicklung technischer Lösungen auch die Energieberatung für den Unterglasgartenbau. Außerdem sollen Investitionen in Maßnahmen zur energetischen Sanierung von Gewächshäusern sowie den Einsatz von erneuerbaren Energien im Unterglasanbau besser gefördert werden als bisher. "Auch der Unterglasanbau ist eine energieintensive Branche. Dies muss anders werden, wenn wir unser Klima schützen wollen", erläuterte Cornelia Behm, agrarpolitische Sprecherin, den Antrag ihrer Fraktion. Dass Investitionen notwendig sind, zeige auch ein Blick in die Niederlande, so Behm. Die Regierung dort stelle 48 Millionen Euro für Investitionen in Energiesparmaßnahmen im Unterglasanbau zur Verfügung. Bis 2020 strebt sie den energieneutralen Unterglasanbau an, in dem das Gewächshaus auch als Energie- und Stromproduzent fungiert. "Die Pläne der niederländischen Regierung machen deutlich, dass sich der Druck auf die Wettbewerbsposition des deutschen Unterglasanbaus noch einmal erhöhen wird. Wenn Deutschland hier mithalten will, dann sind 25 Millionen Euro nicht zu viel." Die Niederlande haben etwa dreimal so viel Unterglasanbaufläche wie Deutschland.

ZVG setzt auf Unterstützung der Bundesregierung. Das vom Bündnis 90/Die Grünen eingebrachte Förderprogramm zur Energiewende sei ein Ansatz in die richtige Richtung, der jedoch deutlich weiter entwickelt werden müsse, so der Zentralverband Gartenbau (ZVG). Das Beispiel der Energieeffizienzförderung in den Niederlanden könne dafür analysiert und gegebenenfalls zu Rate gezogen werden. Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um den Klimawandel und gesteckten Zielen zur CO2-Reduzierung ist die Branche auf Förderprogramme angewiesen, erklärt der ZVG.

Weitere Stellungnahmen finden Sie in der aktuellen TASPO Ausgabe Nr. 28