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Trauermücken und das Angebot von Gegenspielern

Trauermücken werden häufig auch als Humus- oder Moosfliegen bezeichnet und gehören zur Familie der Sciariden. Diese Insektenfamilie gehört zur Unterordnung der Mücken (Nematocera), die am häufigsten schädigenden Bradysia-, Lycoriella- und Sciara-Arten. In Gewächshäusern ist oft Bradysia praupera anzutreffen. Trauermücken sind in einem feuchten Milieu zu finden und schädigen in gartenbaulichen Kulturen in Vermehrungen vieler verschiedener Pflanzen. Besonders beliebt sind zum Beispiel Pelargonien- und Poinsettienstecklinge, aber auch in Aussaaten verschiedener Pflanzenarten, Champignon- und Erdbeerkulturen sind sie gern zu Hause.

Die adulten Trauermücken leben rund eine Woche, nehmen während dieser kurzen Lebensspanne keine Nahrung auf und schädigen nur indirekt, indem sie Pilzsporen verbreiten. Die Weibchen werden direkt nach ihrem Schlupf aus der Puppe begattet und legen am nächsten Tag die ersten Eier ab. Je nach Art und Größe des Weibchens werden zwischen 50 und 300 Eier auf der Bodenoberfläche in verrottetes organisches Material oder an Pflanzenwurzeln abgelegt.

Aus den 0,1 bis 0,25 Millimeter kleinen Eiern schlüpfen die Larven, das eigentlich schädigende Entwicklungsstadium der Trauermücken. Sie ernähren sich zuerst von abgestorbenem organischen Material, Pilzen und Algen, die auch von ihnen verbreitet werden. Später fressen sie an Pflanzenwurzeln und -stängeln sowie von auf dem Substrat aufliegenden Blättern.

Die Larven sind weiße, beinlose Tiere mit einer dunklen Kopfkapsel, die zwischen fünf und zwölf Millimeter lang sein können. Insgesamt werden vier Larvenstadien durchlaufen, bevor sich die Tiere verpuppen.

Die Puppen sind zuerst weiß, dann gelblich und zuletzt schwarz und im Boden zu finden. Die Entwicklung vom Ei bis zum adulten Tier ist temperaturabhängig und dauert beispielsweise bei 15 Grad Celsius sechs Wochen und bei 22 Grad Celsius nur noch drei Wochen.

Zur biologischen Bekämpfung von Trauermücken stehen der gärtnerischen Praxis verschiedene biologische Bekämpfungsverfahren zur Verfügung.

In der aktuellen TASPO Ausgabe 07/2013 erhalten Sie einen Überblick über die verschiedenen Trauermücken-Feinde, ihre jeweiligen Vor- und Nachteile sowie Informationen über Kosten und Anbieter. (Marion Ruisinger/ts)