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Diagnosezentrum Ahlem: Kälteschäden an Lantanen

Der Bezug von Lantanen als Rohware erlangt für viele Betriebe, besonders für direkt absetzende Unternehmen, eine zunehmende Bedeutung. Die Rohware sollte in den Einzelhandelsgärtnereien dann aber nicht zu kalt stehen, da Lantanen sortenabhängig innerhalb kurzer Zeit mit Kältechlorosen, ausgehend von den jungen Blättern, reagieren. Andere Sorten reagierten auf für Lantanen extreme Temperaturen wie 14 Grad Celsius mit rötlichen Verfärbungen der älteren Blätter. Sorten, die zum Einrollen der älteren Blätter neigen, zeigen dieses Symptom ebenfalls verstärkt bei niedrigen Temperaturen. Selbst bei 17 Grad Celsius (24-Stunden-Ist-Temperaturen) traten bei einigen Sorten, wenn auch stark abgeschwächt, die beschriebenen Schäden auf. Nach einstrahlungsreichen Phasen, in denen oft die Lüftungstemperaturen abgesenkt werden, um die Häuser maximal zu lüften, muss darauf geachtet werden, dass die Heiz- und Lüftungstemperaturen wieder entsprechend angepasst werden. Lantanen sollten nicht unter Tagesmitteltemperaturen von 18 Grad Celsius kultiviert oder gelagert werden. Kurzfristige Temperaturabsenkungen (Cool Morning) von bis zu acht Grad Celsius, um eine Negativ-Diff-Strategie zu realisieren, führen nicht zu den oben genannten Symptomen. In diesem Zusammenhang sei aber darauf hingewiesen, dass hierbei die Tagesmitteltemperatur aufgezeichnet und gegebenenfalls korrigiert werden muss.