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Die GAP-Reform: Keine Sonderlösung für Dauerkulturen

Pachtflächen zum Stichtag 15. Mai 2005, mit Dauerkulturen, wie es Baumschulkulturen meist sind, verlieren ihre Prämienrechte. Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) hatte einen Vorschlag zur Lösung dieses Problems erarbeitet, der im Agrarausschuss des Deutschen Bundestages diskutiert wurde. Nachbesserungen im Sinne der Baumschulwirtschaft sind nach Aussagen des Landwirtschaftsministeriums jedoch nicht zu erwarten. Der Vorschlag des BdB sah vor, dass Dauerkulturen nach wie vor keine Prämienberechtigung erzielen. Jedoch nach Beendigung der Kultur das Prämienrecht zurückerhalten, wenn sie wieder landwirtschaftlich bewirtschaftet werden. Die Pachtflächen der Baumschulbetriebe schätzt der BdB auf etwa 8000 bis 9 000 Hektar. Die landwirtschaftlich genutzte Gesamtfläche liegt bei 16,8 Millionen Hektar. Entsprechend ist nur ein winziger Bruchteil der Flächen betroffen. Die Vertreter des Agrarministeriums hätten Verständnis für die Wünsche der Branche gezeigt, so der BdB. Sie sähen sich jedoch außerstande, diesen nachzukommen, da dafür Änderungen von EU-Ratsvorgaben notwendig wären. Selbst mittelfristig wird das als schwierig angesehen. Verwiesen wird weiterhin auf den so genannten Härtefond. Hieran können Landwirte Ansprüche stellen, wenn sie als Verpächter Flächen für Baumschulenkulturen zur Verfügung gestellt haben.