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Die Temperaturverteilung ist im Gewächshaus oft unzureichend

Ungünstige Temperaturschichtung wirkt sich stärker auf den Energieverbrauch von Gewächshäusern aus, als früher angenommen wurde. Dieses Thema rückte beim Heidelberger Indega-Seminar ins Blickfeld.Bei hohen Rohrheizungen ist es nahe der Heizrohre sehr warm. Im Pflanzenbestand herrschen aber niedrigere Temperaturen. Ungünstig platzierte Regelfühler können dann die Basis für falsche Temperaturführung und unnötig hohen Energieverbrauch sein. Fachgerechte Ventilatoren verbessern die Situation und sollen bei geschlossenem Energieschirm zum Durchmischen der Luft eingeschaltet sein.Technikberater Otto Domke von der Landwirtschaftskammer NRW berichtete über eine in 60 Gewächshäusern durchgeführte Energieschwachstellenanalyse. Die Messungen waren im Winter 2005/06. Fazit: Die Temperaturprofile in vielen Gewächshäusern sind schlechter als erwartet (Domke: "Es gibt noch viel zu tun!"). Bis zu vier Grad Temperaturunterschied wurden beim horizontalen Temperaturprofil - der Wärme im Pflanzenbestand - innerhalb einer Gewächshausabteilung bei gleichem Sollwert gemessen. Die Raumtemperatur variierte bis zu 1,5 Grad (Sollwert: unter 0,5 Grad). Bei den Heizrohrtemperaturen zeigten sich sogar Schwankungen bis zu 15 Grad.