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Die Walnuss ist der Baum des Jahres 2008

Die Walnuss (Juglans regia) ist der Baum des Jahres. Das gab Dr. Silvius Wodarz, Vorsitzender des Vereins/Kuratoriums Baum des Jahres (KBJ), am 18. Oktober 2007 in Berlin bekannt. In Deutschland sei der Bestand durch Übernutzung und fehlende Nachpflanzung in den letzten 100 Jahren stark zurückgegangen - in der Schweiz, wo man genaue Zahlen hat, in den letzten 50 Jahren sogar um 75 Prozent. Durch die Proklamation zum Baum des Jahres rechnet Helmuth Schwarz vom Bund deutscher Baumschulen mit einer erhöhten Nachfrage nach Juglans regia. Es seien ausreichend Pflanzen am Markt erhältlich. Anton Schott hat sich mit seiner Baumschule in Leiselheim auf Walnüsse spezialisiert. Er liefert überregional auch in die Schweiz und Österreich. In den letzten drei Jahren hat die Nachfrage nach Walnussbäumen kontinuierlich zugenommen. Als Raritäten hat er neben anderen die rotblättrige Juglans atropurpurea, die Hängeform J. regia pendula und die geschlitzblättrige J. regia lactiniata im Angebot. Außerdem bietet er auf Anfrage schwachwüchsige Exemplare an. Deren Kronen erreichen nur 60 Prozent des Kronenumfanges eines normalwüchsigen Baumes. Der Walnussbaum bietet nach den Informationen des KBJ edelstes Holz und beste Nüsse. Außerdem besitzt der Baum durch seine silbrige Rinde und seinen knorrigen Wuchs einen ganz besonderen Charakter. Seine Blätter treiben erst spät im Mai aus und fallen früh im Herbst wieder ab. Nussbäume entwickeln eine kugelförmige Krone mit 20 und mehr Wipfeltrieben. Das Höhenwachstum kann in der Jugend ein bis zwei Meter pro Jahr erreichen. Die maximale Höhe beträgt meist 20 Meter im Freistand, im Bestand 25 bis 30 Meter, sein Höchstalter etwa 150 Jahre, selten mehr. Ein Nussbaum kann bis zu 150 Kilogramm Nüsse in einem Jahr produzieren. Nusserwerbsanbau wird seit rund 2 000 Jahren betrieben und erbrachte im Jahr 2005 etwa 1,5 Millionen Tonnen Ertrag. Der Nussbaum spielt aber nur im ländlichen Siedlungsraum und in Weinbaugebieten vor allem in wärmeren Regionen Südwestdeutschlands und in den Fluss-tälern eine bedeutsame Rolle. Forstliche Bestände gibt es nur im Südwesten Deutschlands sowie in Frankreich und in der Schweiz. Außerdem gab Dr. Wodarz die Gründung einer Stiftung bekannt. "Der Verein Baum des Jahres" und die Stiftung "Menschen für Bäume" wollen gemeinsam die Arbeit für den Baum des Jahres sowie für Bäume in Parks, in der Landschaft und im Wald auf der Basis "Menschen für Bäume" fortsetzen und intensivieren.