Diese Herbstkombination macht Kunden bis Februar Spaß

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Verspricht Erfolg: Bis in den Februar konnte eine Pflanzenkombination aus Heiligenkraut, Efeu, Segge, Thymian und Bärenfellschwingel mit bunter Blattfärbung überzeugte. Foto: LWG

Es liegt im Trend, im Herbst Kübel, Kästen und Schalen neu zu bepflanzen. Damit sich ein Erfolgserlebnis einstellt und den Kunden nicht die Lust vergeht, sollten die Kombinationen möglichst lange schön aussehen. Doch wie ein Test zeigt, funktioniert das nicht verlässlich.

Bei der 17. Fachtagung der Beet- und Balkonpflanzen der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim wurden unterschiedliche Topfgartenkonzepten für den Herbst aus zwei bis fünf verschiedenen Sorten vorgestellt. In einem voraus gegangenen Versuch hatte sich gezeigt, dass die Haltbarkeit sehr unterschiedlich ist – und damit auch das Erfolgserlebnis der Konsumenten.

Kombipots auf dem Prüfstand

Doch wie lange kann sich der Blumenfreund im Herbst und Winter an der bunten Blätterfärbung erfreuen? „Von den Jungpflanzenfirmen werden verschiedene Kombipots angeboten, wir haben uns das Wuchsverhalten angeschaut und das Durchhaltevermögen auf den Prüfstand gestellt“, erklärt Barbara Schmitt, Abteilung Gartenbau (LWG). Sie stellte dem Fachpublikum die teils unterschiedlichen Ergebnisse vor.

So hielten sich einige der mehr 40 getesteten Kombinationen ab dem Verkaufstermin Mitte September nur bis Allerheiligen. In einem Vortrag auf der Tagung zeigte Schmitt die Entwicklung mit Fotos im zwei-Wochen-Abstand und unterteilte die Produkte in empfehlenswerte Kombis für den Herbst, Kombis mit einer Haltbarkeit bis Weihnachten und Kombis, die bis ins Frühjahr attraktiv waren.

„Winterzauber“ überzeugte

Spitzenreiter war eine „Winterzauber“-Kombination von Kientzler aus Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissus), Efeu (Hedera 'Tear Drop'), Segge (Carex 'Eversheen'), Thymian (Thymus 'Purple Beauty') und Bärenfellschwingel (Festuca 'Green Form'). Die Kombination überzeugte mit einem Durchhaltevermögen bis in den Februar hinein. Bis zum Versuchsende attraktiv bewies sich im Test auch der „TriVerde Hebe Mix 1“ von Köder. Die Kombination aus drei Strauchveronika-Sorten (Hebe 'Glauca', Hebe 'Pluto', Hebe 'New Zealand Gold') konnte die Testerin überzeugen.

Frühe Braunfärbungen

Als eine flach wachsende, sehr ausgewogene Zusammenstellung mit attraktivem Farbkontrast zeigte sich im Test TrioMio 'Maroon Time' von Kientzler aus Drahtstrauch (Muehlenbeckia complexa), Efeu (Hedera 'Yellow Ripple') und Purpurglöckchen (Heuchera 'Red Fury'). Allerdings waren die Blättchen der Muehlenbeckia ab Februar komplett braun gefärbt.

Ausgewogen mit leichten Schwächen lautet das Ergebnis für die Kombination „TriVerde 'Hebe pinkes Laub'“ von Köder im Langzeittest. Der schöne Farbkontrast aus Strohblume (Helichrysum), Sedum mexicanum und Strauchveronika (Hebe 'Magicolor') blieb bis ins neue Jahr erhalten, als Strauchveronika begann, sich zu verfärben.

Zehn Wochen gute Haltbarkeit

Mehrere Kombinationen hielten im Test immerhin bis zur 47. Kalenderwoche im November. Dazu zählten „Trio Kirchweg“ und „Trio Frauenfeld“ von Töpperwein, beide mit Salbei, Blauschwingel und Pfennigkraut, bei denen sich nach kühlen Nachttemperaturen eine intensive Laubfärbung zeigte, sowie „Sedum Mix 2“ von Grünewald. „Bei einer Haltbarkeit von zehn Wochen ab Verkaufstermin Mitte September kann man sie durchaus für den Herbst empfehlen“, stellt Schmitt klar.

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