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Doppelseite Pro und Contra der Gentechnik im Gartenbau

Der Begriff Grüne Gentechnik bezeichnet die Anwendung gentechnischer Verfahren in Landwirtschaft und Gartenbau. Gegner der Grünen Gentechnik betonen immer wieder, dass diese Technologie mit nicht kontrollierbaren Risiken behaftet ist. "Sicher kann die grüne Gentechnik, wie jede andere Technik auch, nicht komplett fehler- und risikofrei sein", meint dazu Prof. Dr. Gabi Krczal (AlPlanta, Neustadt a. d. Weinstraße). Aber sie sei wie keine andere Technologie im Ernährungs- und Pflanzenbereich mit Regularien versehen - und die ihr verbundenen Risiken ließen sich sehr wohl abschätzen. In der TASPO 14/09 äußert sie sich zu einzelnen Befürchtungen:

Die Gegner befürchten eine Verringerung der Biodiversität durch den verstärkten Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen und andere, unkalkulierbare Risiken für die Umwelt. Dazu Prof. Krczal: "Für die "Freisetzung" von gentechnisch veränderten Pflanzen in die Umwelt schreibt der Gesetzgeber ein Genehmigungsverfahren vor. Nur, wenn keine besonderen Umweltrisiken zu erkennen sind, erfolgt eine Genehmigung. Gesetzliche Grundlage ist die EU-Richtlinie über die absichtliche Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen in die Umwelt (2001/18). Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen hat - wie jede landwirtschaftliche Nutzung - Auswirkungen auf die Umwelt. Doch so ganz unkalkulierbar, wie viele befürchten, sind diese nicht: Das "Feintuning" von Ökosystemen hängt von vielen Bedingungen ab: Vom Wetter, vom Boden, den ausgepflanzten Sorten und den landwirtschaftlichen Anbaumethoden. Gentechnisch veränderte Pflanzen sind dabei nur ein Faktor - und meiner Ansicht nach nicht der entscheidende: Gentechnisch veränderte Pflanzen verhalten sich wie konventionell gezüchtete Pflanzen und sind für ihr Überleben auf die Pflege durch den Landwirt angewiesen. Zahlreiche Untersuchungen zu diesem Thema sind in reichem Ausmaß mit wissenschaftlicher Literatur belegt. Die Auswirkung auf Umwelt und Nahrung der Gentechpflanzen gehört zu den bestuntersuchten Sicherheitsfragen der Wissenschaft." Weitere Einschätzungen und Stellungnahmen zum Thema hat unsere Autorin Katrin Klawitter auf einer Doppelseite zusammengefasst.