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Dr. Dr. Herbert Sukopp erhält den EuroNatur-Preis

Am 15. Oktober ist der Stadtökologe Prof. em. Dr. Dr. h.c. Herbert Sukopp (Berlin) auf der Bodenseeinsel Mainau mit dem EuroNatur-Preis geehrt worden. Der ehemalige Leiter des Fachgebietes Ökosystemforschung und Vegetationskunde am Institut für Ökologie der Technischen Universität Berlin habe "wesentlich dazu beigetragen, den Naturschutz in Europa auf ein solides naturwissenschaftliches Fundament zu stellen", begründet der Präsident von EuroNatur, Prof. Dr. Hartmut Vogtmann, die Entscheidung des Präsidiums der Naturschutzstiftung, den Preis an den engagierten Ökologen und Naturschützer zu vergeben. Der 1930 geborene Herbert Sukopp bekam 1969 am damaligen Institut für Botanik der TU Berlin eine Professur und leitete bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1996 das 1974 neu gegründete Fachgebiet Ökosystemforschung und Vegetationskunde. Seiner akribischen wissenschaftlichen Arbeit sind die ersten "Roten Listen" für Farn- und Blütenpflanzen für Deutschland (1974) und Europa (1977/78) zu verdanken. Der EuroNatur-Preis der Stiftung wird seit 1992 verliehen. Der undotierte Ehrenpreis wird an Persönlichkeiten vergeben, deren Engagement Vorbildcharakter hat, und die sich langfristig für die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen in Europa einsetzen. Prominente Vorgänger Prof. Sukopps sind Michail Gorbatschow, Nelson Mandela, Prinz Charles von Wales und Prof. Dr. Klaus Töpfer.