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Dresden vertritt Deutschland beim Europawettbewerb "Entente Florale"

Besonderen Grund zu feiern hat die sächsische Landeshauptstadt Dresden. Zunächst konnte die auch als Elbflorenz bekannte Stadt auf dem Gelände des ZDF-Fernsehgartens Mainz im Bundeswettbewerb Entente Florale die Goldmedaille holen. Zugleich wurde die grüne Kulturstadt an der Elbe ausgewählt, um die Bundesrepublik Deutschland beim Europawettbewerb „Entente Florale“ 2013 zu vertreten. 

600 Zuschauer bei der Preisverleihung in Mainz. Foto: Entente Florale

Als symbolisches Zeichen für die Nominierung der Stadt Dresden für den Europawettbewerb „Entente Florale“ 2013 nahmen Dirk Hilbert, Erster Bürgermeister, und Detlef Thiel, Amtsleiter für Stadtgrün, eine Europaflagge in Empfang. Die Jury begründete ihr Votum unter anderem damit, dass Dresden eine höchst durchgrünte Stadt sei, die mit einem Netz an grünen Räumen und Verbindungen für hohe stadtplanerische Qualität und für Lebensqualität insgesamt gesorgt hat.

Die enge Verzahnung der stadträumlichen und landschaftlichen Qualitäten in der Innenstadt ist ein wesentliches Merkmal für Dresden. Nicht umsonst wird Dresden die „Stadt in der Landschaft“ genannt. Ein erwähnenswertes Beispiel diese Symbiose ist der Weißeritz-Grünzug, der sich auf eine Länge von 1,2 km mit Fuß- und Radwegen sowie Spielbereichen und einer Skater-Anlage durch den Süden der Stadt erstreckt. Aber auch Kleinode, wie der Staudengarten am Königsufer, prägen das Stadtbild der Elbmetropole und sind ein wichtiger Bestandteil der hohen Lebensqualität. 

Neben den eigentlichen Preisen von Entente Florale konnten drei Sonderpreise aus den Bundesministerien sowie vier Sonderpreise von Verbänden vergeben werden:

  • Der Sonderpreis des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz  für besonders gelungene Parkgestaltung mit standorttypischen Pflanzen ging an Ortenberg in Hessen für den Natur-Erlebnis-Spielplatz Lißberg.  
  • Mit dem Sonderpreis „Naturschutz in der Stadt“, gestiftet vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorschutz, wurde das Projekt „Schlüters Kuhle“ in Bad Bentheim ausgezeichnet, bei dem es um die Renaturierung eines ehemaligen Steinbruchs ging. 
  • Der erstmals vergebene Sonderpreis des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ging nach Ettenheim für den sogenannten Prinzengarten: Ein ehemals privater Garten von Adligen, aus dem nun ein wahres Kleinod geschaffen wurde. Es ist nun ein öffentlicher Raum, der für gemeinsame Aktivitäten, Konzerte und Veranstaltungen genutzt wird. 

Sonderpreise der Verbände gab es vier an der Zahl:

 

  • Der Preis des Bundesverbandes Einzelhandelsgärtner (BVE) kam einer Einkaufspassage – der Altmarkt-Galerie – in Dresden zugute.
  • Der Bundesverband Zierpflanzen (BVZ) zeichnete mit seinem Preis „Andere begeistern“ das Engagement einer Gruppe von Verwaltungsleuten und Bürgern aus, die mit höchstem Engagement und Überzeugungskraft das Ziel wahr werden lassen, Andernach zur essbaren Stadt zu machen.
  • Traunstein mit seinem Waldfriedhof kann sich über den Peis des Bundes deutscher Friedhofsgärtner (BdF) freuen.
  • Für die Familie Homola aus Wangerland war die Freude riesig, als sie den Preis der Deutschen Gartenbau Gesellschaft 1822  (DGG) für den „Schönsten Privatgarten“ entgegen nehmen durften.  

Auf einem bunten Markt der Begegnungen rund um den ZDF-Fernsehgarten präsentierten  sich die Teilnehmerkommunen mit Aktionen und Leistungen, die sie während des  Bundeswettbewerbs Entente Florale durchgeführt haben.  

In dem von Dr. Hans-Hermann Bentrup, Vorsitzender des Kuratoriums Entente Florale  Deutschland,geleitetenabwechslungsreichen Nachmittagsprogramm stellten die Teilnehmer  sich mit kulturellen Beiträgen dar und nutzten diesen festlichen Rahmen, um ihre eigenen  Erfolge zu feiern.  

 Der Bundeswettbewerb Entente Florale ist eine Initiative der vier Träger Zentralverband  Gartenbau e.V. (ZVG), Deutscher Städtetag (DST), Deutscher Städte- und Gemeindebund  (DStGB) sowie Deutscher Tourismusverband e.V. (DTV). 

Übersicht der Preisträger 2011/2012: 

Gold für 6 Teilnehmer: Andernach, Dresden, Ettenheim, Rheinfelden, Traunstein, Wangerland. 

Silber für 4 Teilnehmer: Bad Bentheim, Bad Essen, Teltow, Waren (Müritz). 

Bronze für 6 (7) Teilnehmer: Bad Schwalbach, Böhl-Iggelheim, Malente, Ortenberg (2011 und 2012), Schlüchtern, Wurzen. 

Lobende Anerkennung für 2 Teilnehmer: Alfter, Bezirk Steglitz-Zehlendorf (Berlin).