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Droht der Sozialversicherung für den Gartenbau die Aufspaltung?

Trotz der aktuell auch wirtschaftlich positiven Stimmung durch die Fußballweltmeisterschaft ist es für den Gartenbau politisch und wirtschaftlich keine einfache Zeit, meinte Karl Zwermann in seinem Grußwort auf der Sommertagung des Bundes deutscher Baumschulen (BdB). Verbandspolitisch gilt es laut Zwermann derzeit dafür zu kämpfen, die Sozialversicherung für den Gartenbau in Kassel zu erhalten. Denn es sei daran gedacht, diese auf die einzelnen Bundesländer aufzuteilen, um die entsprechenden bäuerlichen Einrichtungen durch die Gärtner zu stärken. Zwermann: "Das wollen wir nicht! Wir wollen unsere Gartenbau-Berufsgenossenschaft und Sozialversicherungseinrichtungen in Kassel erhalten." Dafür werde man kämpfen, auch wenn man notfalls auf die Straße gehen müsse. Denn wenn man in diesem Bereich mit den Landwirten in einen Topf geworfen werde und als Berechnungsgrundlage dann bei den Landwirten die Fläche und bei den Gärtnern die Zahl der Beschäftigten dienen sollte, ziehe der Gartenbau immer den Kürzeren, weil er die meisten Personen beschäftigt. Wie dazu Jürgen Höbel von den gartenbaulichen Sozialversicherungsträgern (Kassel) auf Anfrage der TASPO ausführte, sei die erwähnte Organisationsreform der landwirtschaftlichen Sozialversicherungsträger im Entwurf eines Berichtes des Bundesrechnungshofes enthalten. Dieser sehe für die Landwirtschaft nur einen Träger mit vier Regionaldirektionen vor. Außerdem seien die landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften gerade dabei, ihr Beitragssystem zu vereinheitlichen.