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Düngemittel: K+S wehrt sich gegen Übernahme

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Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S wehrt sich weiter gegen die Übernahme durch die Potash Corporation of Saskatchewan. Zum wiederholten Male hat der börsennotierte Kali-Konzern mit Sitz in Kassel die Kaufofferte des kanadischen Konkurrenten abgelehnt. Begründung: Der vorgeschlagene Preis von 41 Euro entspräche „dem fundamentalen Wert von K+S nicht annähernd“, wie der Vorstandsvorsitzende Norbert Steiner erklärt.

Salzgewinnung bei K+S. Aus dem Rohstoff produziert der Konzern unter anderem Düngemittel. Foto: K+S

Außerdem würde die von Potash vorgelegte Kooperationsvereinbarung keine Verlässlichkeit für die Arbeitnehmer und Standorte von K+S bieten, heißt es in einer Mitteilung des Kasseler Unternehmens. Vielmehr sei diese „in wesentlichen Teilen mit weitreichenden Einschränkungen“ versehen. Wie der K+S-Vorstand befürchtet, könnte die von Potash vorgeschlagene Transaktion Arbeitsplätze und Standorte sowie die Rohstoffproduktion in Deutschland gefährden.

Die Privataktionäre des Kali-Konzerns, die zusammen knapp 30 Prozent der Anteile halten, unterstützen bislang die ablehnende Haltung des Unternehmens gegenüber der Kaufofferte. „Sie teilen vollumfänglich die Einschätzung von Vorstand und Aufsichtsrat der K+S, dass der aktuelle Vorschlag von PotashCorp den fundamentalen Wert von K+S nicht wiederspiegelt“, so Steiner. Sollte Potash allerdings einen neuen Vorschlag unterbreiten, werde der Konzern diesen prüfen.

Rückenwind für die Abwehr der Übernahmeofferten durch Potash erhält K+S laut einem Bericht der Welt durch die jetzt veröffentlichten guten Halbjahreszahlen. So sei der Umsatz des Dax-Konzerns dank höherer Preise und dem starken US-Dollar um 16 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro gestiegen. Der Gewinn hat dem Blatt zufolge sogar um 42 Prozent auf 317 Millionen Euro zugelegt.