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Düngemittel: Umsatzsteigerung durch höhere Preise

Ähnlich wie beim Pflanzenschutz, so legten die Mitgliedsfirmen des Industrieverbands Agrar auch beim Umsatz mit Düngemitteln kräftig zu.

Der Inlandsumsatz der Düngemittel-Industrie in Deutschland stieg um über zwölf Prozent auf 1,05 Milliarden Euro. Die Exporterlöse erreichten 1,35 Milliarden Euro (2006 = 1,13 Milliarden Euro). Wie der Verband bei seiner Jahrespressekonferenz in Frankfurt weiter mitteilte, basiert die Umsatzsteigerung bei den Düngemitteln speziell auf den höheren Preisen. Mengenmäßig gab es Rückgänge. Bei den Stickstoffdüngern sank die Absatzmenge im Düngejahr 2006/07 um rund zehn Prozent auf knapp 1,6 Millionen Tonnen N. Bei Phosphatdüngern ging die Absatzmenge um 3,4 Prozent auf knapp 265.000 Tonnen P2O5 zurück. Der Absatz von Kalidüngern nahm um knapp vier Prozent auf 443.000 Tonnen K2O zu. Professor Dr. Hermann Kuhlmann - neuer Vorsitzender des Fachbereichs Pflanzenernährung im Industrieverband Agrar - rechnet für die noch laufende Saison 2007/08 bei Stickstoff mit einer Zunahme des Absatzes um zehn Prozent, was dem Verbrauch eines normalen Jahres entspreche. Kuhlmann war früher für das Fach Pflanzenernährung an der Universität Hannover zuständig. 1987 wurde er zum Direktor des Instituts für Pflanzenernährung Hanninghof der Norsk Hydro Agri in Dülmen berufen. Seit 1993 ist er Geschäftsführer der heutigen Yara Deutschland GmbH & Co. KG. Die norwegische Yara ist weltgrößter Düngemittelproduzent. Kuhlmann stand dem Fachbereich Pflanzenernährung im IVA bereits in den Jahren 2000 und 2001 vor. Bei der IVA-Jahrespressekonferenz beleuchtete Kuhlmann, wie wichtig Düngemittel für die weltweite Nahrungsmittelproduktion sind. Größere Mengen wären nur über steigende Flächenerträge und daher nur mit entsprechendem Düngereinsatz - verbunden mit effizientem Pflanzenschutz - möglich. Die weltweite Nachfrage nach Mineraldüngern sei in der Saison 2006/07 um rund fünf Prozent auf 164 Millionen Tonnen gestiegen. Besonders stark nehme der Düngemittelverbrauch in Asien und Lateinamerika zu.