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Düngemittelindustrie unter Kostendruck

Deutliche Umsatzsteigerung bei einem durch den Anstieg der Energiekosten aber starken Druck auf die Erträge. So kennzeichnet Rudolf Graf von Plettenberg die Entwicklung 2005 deutschen Düngemittelindustrie. Der Vorsitzende des Fachbereichs Pflanzenernährung im Industrieverband Agrar bezifferte den Gesamtumsatz 2005 der deutschen Düngemittelproduzenten auf 1,914 Millarden Euro. Der Umsatz stieg damit um neun Prozent. Dies ist vorrangig auf eine 15,6-prozentige Zunahme der Exporterlöse zurückzuführen.

Insbesondere die Produzenten von Stickstoffdüngern würden zunehmend durch die Energiepreise belastet, ergänzte Plettenberg. Bei Ammoniak, dem vorrangigen Ausgangsprodukt für N-haltige Düngemittel, würden die Energiekosten bis zu 80 Prozent des gesamten Aufwands ausmachen.

Weltweit sei der Abatz von Düngemitteln im Wirtschaftsjahr 2004/05 um fünf Prozent gestiegen. Man verkaufte 155 Millionen Tonnen Nährstoffe. Die Nachfrage nach Kalium stieg überdurchschnittlich um acht Prozent. Etwas anders war die Entwicklung in Deutschland. Hier stieg der Absatz von Phosphat um knapp sieben Prozent auf 303.000 Tonnen, während der Stickstoffabsatz um 2,7 Prozent auf 1,8 Millionen Tonnen sank. Bei Kalidüngern gab es in Deutschland einen Rückgang um 1,6 Prozent auf 478.000 Tonnen. Der Absatz von Düngekalk ging um sieben Prozent zurück und fiel unter die Marke von zwei Millionen Tonnen. Laut IVA werden sich im laufenden Wirtschaftsjahr 2005/06 die Absatzmengen bei den drei Hauptnährstoffen gegenüber 2004/05 kaum verändern. Einfachere Regelungen, Bürokratieabbau und Beschleunigung des Zulassungsverfahrens wurden bei der IVA-Jahrespressekonferenz in Frankfurt als Anliegen der Düngemittelindustrie herausgestellt.