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Dumping- Strategie bei Gemüse?

Bonn. Belgische Gemüseanbauer sehen sich Brancheninsidern zufolge seit einigen Wochen mit einer aggressiven Niedrigpreisstrategie der niederländischen Konkurrenz in Deutschland konfrontiert, berichtet die Agrarmarkt Informations GmbH (AMI) in ihren Auslandsnachrichten (Ausgabe 2/2009 vom 24. Juni 2009). Betroffen seien vor allem Gurken, aber auch andere Gartenbauprodukte. Ein „normaler Handel“ sei deshalb aus Sicht der belgischen Gartenbauer kaum mehr möglich. Deshalb wolle die Zentrale Fachgruppe Gartenbau des flämischen Bauernverbandes BB (Boerenbond) mit den niederländischen Anbietern Kontakt aufnehmen, um eine Lösung zu finden. Die direkte Ansprache der deutschen Kunden sei dagegen „zu gefährlich“. Deutsche Marktbeobachter bestätigten, dass das Preisniveau für Frischgemüse in Deutschland zurzeit sehr niedrig ist. „Kellerpreise“ beklagte kürzlich auch Gerhard Schulz, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Gemüsebau.